Tomislav Buric – Allianz Pension Partners

Einer, der's wissen will

Er war gerade mal 16 Jahre alt, als er seine erste Aktie gekauft hat. „Die von Daimler“, erinnert sich Tomislav Buric. Damals im Jahr 1998 hatte er im Gymnasium eine Zeit lang die Stuttgarter Zeitung bekommen, um sich für das Planspiel Börse der Sparkassen fit zu machen. Von da an war der heute 34-Jährige von der Faszination der Finanzmärkte infiziert.

„Es war mir schnell klar, dass ich eine Berufslaufbahn im Bereich Banken oder Versicherungen einschlagen würde“, erzählt der gebürtige Bad-Mergentheimer, der heute als Unternehmensberater für betriebliche Vorsorge bei der Allianz Pension Partners GmbH in Stuttgart tätig ist.

Bis dahin war es ein langer, aber zielgerichteter Weg, der mit der Ausbildung zum Versicherungskaufmann in Stuttgart begann. Im Anschluss wechselte Buric 2004 zur Süddeutschen Krankenversicherung (SDK) nach Fellbach, wo er den Vertrieb der betrieblichen Altersversorgung (bAV) und Krankenversicherung (bKV) unterstützt hat. 2006 trat er dann bei der Münchener Verein Versicherungsgruppe ein, wo er sechs Jahre lang als Organisationsleiter in Stuttgart tätig war, bevor  2012 der Wechsel zu Allianz Pension Partners folgte.

Direkt nach der Ausbildung im Jahr 2003 hatte Buric bereits mit der berufsbegleitenden Weiterbildung zum Versicherungsfachwirt begonnen und nach einer Pause 2009 mit dem Versicherungsbetriebswirt über das Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) beziehungsweise die Deutsche Versicherungsakademie (DVA) weitergemacht. 2011folgte dann ein Bachelorstudium an der FH Köln mit dem Abschluss Bachelor of Insurance Management B.A.

Allianz Pension Partners  betreut  unter anderem von Stuttgart aus mittelständische Unternehmen, Industriekunden und Konzerne, die eine einheitliche Beratung bei der Gestaltung ihrer betrieblichen Altersvorsorge wünschen. Dies umfasst sowohl Consulting als auch das klassische Vermittlungsgeschäft - „eine Nische, die wir sehr professionell bearbeiten“, wie Buric sagt. „Immer geht es um den Stellenwert, den der Versorgungsaspekt für die Mitarbeiter in einem Unternehmen hat“, erläutert er, der die betriebliche Altersvorsorge als ein Zukunftsthema erachtet. Dieser fachliche Aspekt habe bei seiner Entscheidung, zur Allianz zu wechseln, ebenso eine Rolle gespielt wie die Neugierde auf die systematische Arbeitsweise eines Konzerns. „Es ist schon faszinierend zu erleben, wie man hier zum fachlichen Austausch zwischen den Ressorts auch vom Vorstand persönlich ermutigt wird, um möglichst viele interne Ressourcen nutzen zu können“, so Buric, der den kollegialen Austausch gerne bei einem „informationshaltigen Kaffee“ in der betriebseigenen Café-Bar sucht.

Was er bei Allianz Pension Partners in erster Linie dazugelernt habe? Nun, er habe sein Verständnis für Bilanzen und interne Versorgungsmodelle weiter entwickelt und gelernt, wie verschiedenartig Unternehmen ticken können, erzählt Buric. Das Universum der Allianz umfasse schließlich weit mehr als nur Versicherungen. Hinzu komme etwa die Professionalität in den Kundenbeziehungen oder die enge Verzahnung von  Investment- und Versicherungsprodukten.

Gerne erwähnt er dabei auch das Grundrauschen, das der Finanzplatz Stuttgart für den firmenübergreifenden Austausch bietet und nennt dabei insbesondere das von Stuttgart Financial regelmäßig organisierte Versicherungsforum. „Allein mit seinen sechs Versicherer-Zentralen muss sich der Finanzstandort nicht verstecken“, sagt Buric.   

Seine Fähigkeit, sich in die Kunden hineinzudenken, hat Buric ebenso wie fachübergreifende  Themen mit dem Master in Finance an der Universität Hohenheim inzwischen erweitert. Den berufsbegleitenden Studiengang mit Master-Abschluss, den er im Sommer 2016 bis auf seine Thesis abgeschlossen hat, wollte der zielstrebige junge Mann unbedingt noch auf seinen Bachelor-Abschluss von der FH Köln oben draufpacken - „um ein breiteres Spektrum der Finanzwirtschaft abdecken zu können“, wie er sagt. Neben Einblicken in den Bereich Corporate Finance wurden ihm dort unter anderem die Schnittmengen von Versicherern mit Banken und Bausparkassen aufgezeigt. Auch sein Verständnis für Finanzprodukte konnte Buric weiterentwickeln. „So haben wir etwa die Konstruktion von Optionen technisch, mathematisch und rechtlich eingehend durchleuchtet“, sagt er und bekennt, dass die Anforderungen eines universitären Masters dann doch spürbar über denen seines vorangegangenen Bachelors an der FH Köln liegen. Als zusätzliche Belastung kam hinzu, dass der Master in Finance berufsbegleitend organisiert ist. Doch anderthalb Jahre „nahezu ohne  Freizeit, die man zum Lernen braucht“ seien absehbar, meint Buric. „Man hat das Ziel immer klar vor Augen“, sagt er. „Herr Buric ist eben einer, der’s wissen will und sich durchbeißen kann“, sagt dazu anerkennend sein Professor Jörg Schiller, der den Lehrstuhl für Versicherungswirtschaft und Sozialsysteme an der Uni Hohenheim innehat, die den Abschluss Master in Finance vergibt.  

Verständnis für sein nebenberufliches Engagement fand Buric nicht nur in der Familie und im Freundeskreis, sondern auch bei seinem Arbeitgeber Allianz. So hat er während des Studiums ausreichend Sonderurlaub erhalten, um das anspruchsvolle Studium erfolgreich absolvieren zu können. Man habe am Ende des Studiums eine Belastung von 75 Prozent eines Full Time Jobs, erläutert Professor Schiller. „Da ist die Unterstützung des Arbeitgebers essentiell“, sagt er. Was nun noch folgt, ist Burics‘ Thesis – natürlich zu einem zeitgemäßen versicherungswirtschaftlichen Thema: Auswirkungen der Digitalisierung auf die Informations- und Beratungsleistungen  von Versicherungsunternehmen.

Der Umstand, dass Tomislav Buric von seinem Arbeitgeber während des Master in Finance-Studiums derart unterstützt worden ist, dürfte zeigen, wieviel man dort von dem jungen Mann hält. Ihm stünden nun verschiedene Wege der weiteren Entwicklung offen, sagt er selbst. „Das ist eine Perspektive, für die ich mich gerne reinhänge“, sagt er lachend.

Autor: Thomas Spengler

Eine Initiative von