Finaltag der FinTech Days 2018

12. November 2018

FinTech MACATO ist das „Finnovativste Startup 2018“

Unter dem Motto „Let’s get finnovative – For the Future of Finance!” veranstalteten Stuttgart Financial, die Börse Stuttgart, die L-Bank sowie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg bereits zum dritten Mal die FinTech Days Stuttgart. Am Finaltag wurden nun die innovativsten Ideen des FinTech Hackathons und die besten FinTechs der deutschsprachigen Startup-Szene ausgezeichnet. Ziel der Veranstaltung war es, Banken, Versicherungen und weitere Finanzdienstleister mit FinTechs und InsurTechs zu vernetzen und so Finnovationen voranzutreiben.

Das Rennen um den Titel als „Finnovativstes Startup 2018“ machte die MACATO GmbH. Das FinTech bietet mit seiner eWallet Remipay eine Instant-Payment-Lösung für weltweite B2B- / B2C-Transaktionen in Kombination mit Business Process Services. Dem jungen Unternehmen gelang es, beim FinTech Pitch eine hochkarätige Jury aus Experten der Finanz- und Investorenszene von seinem Geschäftsmodell zu überzeugen und sich damit unter den sieben vorher ausgewählten Finalisten durchzusetzen. Als Siegergeld gab es 3.000 Euro. Den zweiten Platz und 2.000 Euro sicherte sich die FinTecSystems GmbH, der dritte Platz und 1.000 Euro gingen an Loanboox. Zum ersten Mal stellten mit der Deutschen Handelsbank, der Börse Stuttgart und der HypoVereinsbank – UniCredit Bank auch etablierte Player der Finanzbranche ihre internen Innovationen vor.

Beim Hackathon der FinTech Days Ende Oktober hatten 220 Hacker 48 Stunden lang an neuen finanztechnologischen Ideen getüftelt. Dabei konnten sie auf beispielhafte Daten der Börse Stuttgart, getsafe, windata und der Wüstenrot Bausparkasse zugreifen. Eine der meistgenutzten Schnittstellen war die konfipay-API von windata. Für Michael Rudhart, Geschäftsführer des Softwareunternehmens, war der Hackathon ein großer Erfolg, da die Perspektive der Hacker neue Anwendungsbereiche eröffnet habe. Die Top Teams des Hackathons präsentierten ihre Konzepte am Finaltag. Das vier-köpfige Team „Drink Smart“ überzeugte die Jury mit einer smarten Wasserflasche und sicherte sich damit Platz eins. Für den zweiten Platz entwickelte das Team „bike watch“ ein intelligentes Fahrradschloss. Den dritten Preis ergatterte das Team „Scooby Effect“, das Autos zu effizienteren Entscheidungen verhilft.

Innovation aus erster Hand

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „FinTechs stehen für eine ausgeprägte Dynamik und starke Innovationskraft. Mit neuen datengetriebenen Geschäftsmodellen befördern FinTechs nicht nur den digitalen Wandel im Finanzsektor, sondern ermöglichen auch unseren baden-württembergischen Unternehmen ihre Finanzprozesse neu auszurichten. Das eröffnet Potenziale, um den Wettbewerbs- und Kostendruck zu reduzieren und die Prozessqualität zu verbessern.“

„Das Ziel der FinTech Days ist es, Innovationen im Finanzsektor voranzutreiben und diese sichtbar zu machen. Das gelingt uns, indem wir jungen, innovativen Unternehmen eine Bühne geben und sie mit etablierten Finanzdienstleistern vernetzen. Dies birgt große Chancen für beide Seiten und damit für die Region und den Finanzplatz“, erklärt Dr. Michael Völter, Vorsitzender des Vorstands der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V.

„Die Digitalisierung bedeutet für die Finanzbranche einen großen Umbruch! Das erzeugt Druck auf die gewohnten Strukturen. Aber es eröffnen sich durch Big Data und künstliche Intelligenz auch effizientere und effektivere Betriebs- und Geschäftsmodelle und damit interessante neue Wettbewerbschancen für bestehende ebenso wie für potenziell neue Marktteilnehmer. Eine spannende Entwicklung. Wichtig ist dabei aber eine klare Rollenzuweisung: Die Verantwortung tragen auch bei smart-digitalen Prozessen Menschen und nicht Maschinen.“, ergänzt Dr. Axel Nawrath, Vorsitzender des Vorstands der L-Bank, der Förderbank des Landes.

„Die neuen technologischen Möglichkeiten bieten große Potenziale für die Finanz- und die Immobilienwirtschaft. Während es in der Vergangenheit vor allem um die Prozessoptimierung zur Effizienzsteigerung ging, liegt der Fokus heute darauf, Kundenschnittstellen zu besetzen, Mehrnutzen zu bieten und diesen für Kunden erlebbar zu machen. Dadurch werden sich bestehende Geschäftsmodelle verändern, aber auch neue entstehen. Dies erfordert viele kreative Ideen, branchenübergreifendes Denken und neue Arbeitsmethoden. Die FinTech Days leisten hierzu einen wertvollen Beitrag“, fügt Bernd Hertweck, Vorstandsvorsitzender der Wüstenrot Bausparkasse AG abschließend hinzu.

Viele Partner an Bord

Wie sehr das Thema FinTech die gesamte Finanzbranche bewegt, zeigt sich an den zahlreichen Partnern der FinTech Days Stuttgart. Neben der Wüstenrot Bausparkasse, zählten die Allianz, EY, LBBW, LIQID, die MBG Baden-Württemberg, die Stuttgarter Lebensversicherung, die SV SparkassenVersicherung sowie windata und HACKATHON Stuttgart zu den Partnern der Veranstaltung.

Mitglieder der Jury waren:

KIM FOMM | LIQID
ALEXANDER HÖPTNER | GRUPPE BÖRSE STUTTGART
ANDREAS MOCK | STUTTGARTER LEBENSVERSICHERUNG
STEPHAN MÜLLER | WÜSTENROT BAUSPARKASSE
STEFANIE MÜNZ | LBBW
DR. THOMAS NEUGEBAUER | ALLIANZ
MICHAEL RUDHART | WINDATA
DR. MICHAEL VÖLTER | GRUPPE BÖRSE STUTTGART
KLAUS WESTEN | SV SPARKASSENVERSICHERUNG

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