9. Bausparkassen-Lounge der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen

13. April 2018

„Wohnen 4.0 – Vernetzt, Energieautark, Profit abwerfend“

„In Zukunft wird die Immobilie Vermögenswert, Sparschwein und Geldquelle sein. Vernetzt und Energieautark stiftet sie Eigentümern, Mietern und auch der Allgemeinheit ganz neuen, insbesondere finanziellen Nutzen“. Diese optimistische Einschätzung gab Prof. Timo Leukefeld von der Technischen Universität Bergakademie Freiberg auf der Bausparkassen-Lounge 2018. Die Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft der Baden-Württembergischen Bausparkassen (ARGE) hatte in diesem Jahr die Zukunft des Wohnens in einer zunehmend digitalisierten und „smarten“ Welt zum Thema. Leukefeld skizzierte vor rund 150 Gästen aus Politik, Wissenschaft und Finanzwirtschaft die Vision eines zunehmend energieautarken Immobilienbestandes, der seine Bewohner nahezu kostenlos mit Wärme, Strom, Licht und Energie für die Elektromobilität versorgen werde. Bereits heute sei mit den vorhandenen Technologien in der Photovoltaik und Solarthermie dieser Weg gangbar. Über intelligente Vernetzung in der Nachbarschaft oder in größeren Siedlungsgruppen könnten Überschüsse an Energie genutzt und der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden. Im Zielbild könne das „Wohnen 4.0“ somit sogar die Grundlage einer krisenfesten Altersvorsorge sein, denn aus der selbst genutzten Immobilie ließen sich planbare, sichere Einnahmen erzielen, bei gleichzeitiger Reduzierung der eigenen Energiekosten auf Null. Damit ließe sich der bereits bestehende ökonomische Vorteil des Wohneigentums durch mietfreies Wohnen im Alter nochmals deutlich erhöhen.

Auch Bernd Hertweck, Vorstandsvorsitzender der Wüstenrot Bausparkasse und Vorsitzender der ARGE, hob den großen und weiter wachsenden Stellenwert der Immobilie für die eigene Alterssicherung hervor. „Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden war noch nie so ausgeprägt wie heute – allerdings war es auch selten schwieriger für junge Menschen, an die Verwirklichung dieses Traumes gehen zu können“. Den in den zurückliegenden Jahren durch anziehende Baulandpreise, gestiegene Handwerkerkosten oder erhöhte Grunderwerbsteuersätzen massiv erhöhten Kosten bei Bau oder Kauf einer Immobilie müsse etwas entgegengesetzt werden. Es sei daher gut, dass sich im neuen Koalitionsvertrag der Regierungsparteien klare Positionen zur Förderung der Wohneigentumsbildung befänden. Zugleich leisteten Eigentümer schon aus wohlverstandenem Eigennutz einen signifikanten Beitrag zur Energiewende und seien damit letztlich die Pioniere des Wohnens 4.0.

Im Grußwort der Landesregierung Baden-Württembergs betonte Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch vom Ministerium für den ländlichen Raum und Verbraucherschutz die gute, sachorientierte Zusammenarbeit aller Beteiligten in der 2016 gegründeten „Wohnraum-Allianz Baden-Württemberg“. Positiv sei, dass dort auf Basis einer breiten Beteiligung relevanter Akteure nach praktikablen Lösungen für die Schaffung von mehr und vor allem bezahlbarem Wohnraum gesucht und Vorschläge für die Behebung dieses akuten Problems gemacht werden. Konkret stehe hier aktuell ein Programm zur Wohnraumförderung im Volumen von 500 Millionen Euro in den Jahren 2018/2019 zur Verfügung.

 

Über die Bausparkassen-Lounge

Die Bausparkassen-Lounge wurde 2010 ins Leben gerufen und hat sich als Treffpunkt im Rahmen der Finanzwoche Stuttgart etabliert. Vertreter der Bausparkassen, Finanzexperten, Politiker und Wissenschaftler tauschen sich dabei zu aktuellen Themen rund um Bausparen, Finanzierungen und den privaten Wohnungsbau aus. Veranstalter sind die Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen und Stuttgart Financial.

Über die Finanzwoche

Die Finanzwoche Stuttgart mit zahlreichen Fachveranstaltungen zu aktuellen Themen wird von Stuttgart Financial jährlich organisiert, um über aktuelle Entwicklungen der Finanzwelt zu diskutieren. Im Fokus stehen aktuelle, branchenübergreifende Themen wie die Innovationsförderung, die Zusammenarbeit zwischen Real- und Finanzwirtschaft und die langfristige Entwicklung des Wirtschaftsstandorts.

Über die Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen (ARGE)

Die Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen (ARGE) wurde von den im Land ansässigen Instituten Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, Deutsche Bausparkasse Badenia AG, LBS Landesbausparkasse Baden-Württemberg und Wüstenrot Bausparkasse AG ins Leben gerufen. Die ARGE erörtert Themen, die für die Wohneigentumsbildung als Baustein für Vermögensbildung, private Altersvorsorge und für gesellschaftspolitische Stabilität relevant sind. Weitere Informationen: www.arge-online.org

Über Stuttgart Financial

Mit zahlreichen Banken, Versicherungen, Bausparkassen und einer Börse zählt Stuttgart zu den wichtigsten Finanzplätzen in Deutschland. Die Aufgabe von Stuttgart Financial ist es, den Finanzplatz in der Wirtschaftsregion Stuttgart auf vielfältige Weise zu fördern: zum Beispiel durch Netzwerk- und Fachveranstaltungen, die Bereitstellung finanzplatzrelevanter Informationen, Projekte im Bereich Karriere, Bildung und Forschung, die Unterstützung der VC- und Gründerszene in Baden-Württemberg sowie Standortmarketing. Stuttgart Financial wurde von der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. 2007 gemeinsam mit dem baden-württembergischen Wirtschaftsministerium und der Stiftung Kreditwirtschaft der Universität Hohenheim ins Leben gerufen. Die Förderung des Standorts zum Wohle der Bürger und der Wirtschaft in Baden-Württemberg ist dabei als fester Bestandteil des Vereinszwecks in der Satzung verankert.

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