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FINANZPLATZ STUTTGART NEWS

Einzigartige Kooperation: Börse Stuttgart und Kultusministerium stellen erstmalig Lernmaterialien über Finanzwissen für Schüler vor Börse Stuttgart fordert die bundesweite Einführung des Themenkomplexes Finanzwissens in die Bildungspläne für weiterführende Schulen - Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer will die gute Zusammenarbeit mit der Wirtschaft in Baden-Württemberg weiter voranbringen
06.02.2012. Die Börse Stuttgart hat in enger zweijähriger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg sowie zahlreichen Seminarleitern und Lehrern Lernmaterialien zum Thema Finanzwissen für Schülerinnen und Schüler von Realschulen und Gymnasien erstellt. Dies sind die ersten Ergebnisse der Kooperation, die die Börse Stuttgart und das Kultusministerium jetzt vorstellten. Die Partner sind davon überzeugt, dass die Vermittlung dieser Kenntnisse gerade angesichts der aktuellen Staatsschulden-Krise bei den Jugendlichen auf großes Interesse stoßen wird.
Die Lernmaterialien, die auf den Bildungsplan des Landes Baden-Württemberg ausgerichtet sind, bestehen aus Fallstudien, Lernmodulen und Lernspielen zur Wissenssicherung. Alle Materialien sind didaktisch für die jeweilige Schulart und Altersstufe aufbereitet. Abgerundet wird die Materialsammlung durch ein Begleitheft für Lehrer mit methodisch-didaktischen Kommentaren und Lösungshinweisen zu den Aufgaben der Fallstudie. Es ist geplant, dass alle weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg das Material sukzessive anwenden. Die Lehrerinnen und Lehrer sind für die Verwendung des Lernmaterials bereits fortgebildet worden.
Ziel ist es, den Schülern Grundlagenwissen über die Funktion einer Börse sowie von Finanzinstrumenten zu vermitteln und ihnen Berührungsängste vor einem Thema zu nehmen, das auf den ersten Blick komplex und schwierig wirkt. „Gerade in der aktuellen Situation, in der die Medienberichterstattung von Finanzthemen dominiert wird, kommt dem Finanzwissen eine große Bedeutung zu. Wir als öffentlich-rechtlicher Börsenplatz sehen es als gesellschaftspolitische Aufgabe an, Schülern den Zugang zu diesem Themenkomplex zu ermöglichen“, sagte Dr. Christoph Boschan, Geschäftsführer der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse.
Die Börse Stuttgart hat mit Hilfe von Umfragen festgestellt, dass Anlegerbildung für die Bevölkerung eine große Bedeutung hat. Gleichzeitig stellte aber die Mehrzahl der Befragten selbstkritisch fest, dass sie große Wissenslücken bei dem Themenkomplex hätten und sich unsicher fühlten. „Mit Bildungsangeboten zum Thema Finanzen kann man deshalb gar nicht früh genug beginnen“, sagte Christoph Lammersdorf, Vorsitzender der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart Holding GmbH. Daher fordert die Börse Stuttgart, dass die Vermittlung von Finanzwissen fest in den Bildungsplan an allen weiterbildenden Schulen aufgenommen wird – nicht nur in Baden-Württemberg, sondern bundesweit. „Nur so ist gewährleistet, dass alle Schüler – unabhängig von ihrem Wohnort – die gleichen Wissensvoraussetzungen haben. Die Verankerung im offiziellen Bildungsplan unterstreicht die Bedeutung des Themenkomplexes und ist aus unserer Sicht unerlässlich“, so Lammersdorf.
Die Börse Stuttgart plant, schulischen Einrichtungen bundesweit ihre Lernmaterialien zur Verfügung zu stellen. „Wir haben uns im ersten Schritt auf die Verteilung in Baden-Württemberg konzentriert, dies kann aber nur der Anfang sein. Wir hoffen auf die weitere Unterstützung des Kultusministeriums, beispielsweise über die Kultusministerkonferenz, um eine möglichst flächendeckende Verbreitung zu erreichen“, führte Lammersdorf weiter aus.
Kultusministerium will wirtschaftlichen Sachverstand der Jugendlichen im Land verbessern
Die Kultusministerin sagte zu, bei der Verbreitung der Materialien in den anderen Bundesländern etwa über die Landesarbeitsgemeinschaft Schule-Wirtschaft Baden-Württemberg zu helfen. Sie ist darüber erfreut, dass die enge Zusammenarbeit des Ministeriums mit der Stuttgarter Börse zu so guten Ergebnissen wie bei diesen Lernmaterialien führe: "Die Börse trägt mit dieser Kooperation dauerhaft dazu bei, den wirtschaftlichen Sachverstand der Jugendlichen in ansprechender Form zu verbessern und sie damit letztlich auch vor hohen Verschuldungen etwa durch eine starke Handy-Nutzung zu bewahren."
Diese Kooperation sei ein Beispiel dafür, wie gemeinsame Projekte mit der Wirtschaft mithelfen würden, den Schülerinnen und Schülern zum einen das Rüstzeug für einen mündigen Wirtschaftsbürger an die Hand zu geben und ihnen einen bewussten Umgang mit knappen Mitteln in alltäglichen Situation zu vermitteln. Zum anderen werde so die Berufs- und Studienorientierung vorangebracht. Das Ministerium setzt deshalb auch darauf, die direkte Kooperation zwischen Schulen und der Wirtschaft zu fördern. Mittlerweile arbeiteten rund 3500 Unternehmen im Land mit Schulen zusammen. "Es ist gut, dass das Kultusministerium und die Unternehmen das Themenfeld Wirtschaft an den Schulen gemeinsam voranbringen, damit die Kompetenz der Schülerinnen und Schüler in wichtigen Lebensfragen verbessert wird."
Bereits jetzt erwerben alle Schülerinnen und Schüler der allgemein bildenden Schulen Kenntnisse innerhalb der Themenbereiche Ökonomische Bildung, Finanzen, Wirtschaft und Arbeit. Zukünftig sollen die Ökonomische Bildung und die finanzielle Allgemeinbildung durch die Weiterentwicklung der Bildungspläne weiter gestärkt werden.
An der Vorstellung der Lernmaterialien in der Börse Stuttgart nahmen neben der Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer auch Schüler eines Wirtschaftskurses der Konstanzer Geschwister-Scholl-Schule gemeinsam mit ihrem Lehrer teil. Sie berichteten über ihre ersten Erfahrungen mit dem Unterrichtsmaterial.
Quelle: Börse Stuttgart
Finanzierungsbedingungen von Unternehmen relativ stabil06.02.2012. Der Kreditzugang deutscher Unternehmen erweist sich seit 2010 als relativ stabil. Dies ergab eine Blitzbefragung der KfW bei Finanzierungsexperten aus den Wirtschaftsverbänden. Allerdings mehren sich gegenwärtig die Anzeichen dafür, dass sich die Finanzierungsbedingungen der Unternehmen leicht eintrüben werden. Eine generelle Kreditklemme ist 2012 in Deutschland nicht zu erwarten.
Die aktuelle KfW-Blitzbefragung unter den Finanzierungsexperten der Wirtschaftsverbände ergibt ein differenziertes Bild. Die innerhalb der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich schwieriger gewordene Finanzierungssituation der Unternehmen entspannte sich im Verlauf des Jahres 2010 deutlich. Seither entwickelte sich die Lagebeurteilung des Kreditzugangs relativ stabil; hinsichtlich der Erwartungen für die nächsten drei Monate deutet sich allerdings eine leichte Eintrübung der Erwartungen an. Gegenwärtig wird erstmals seit 2010 wieder von zunehmenden Schwierigkeiten beim Kreditzugang berichtet. Die andauernde Eurokrise, aber auch neue Anforderungen an Eigenkapital, Liquidität und Kernkapitalquote dürften eine vorsichtigere Kreditvergabe der Kreditinstitute auslösen.
Quelle: KfW
Umfrage unter Topmanagern: Schuldenkrise lässt deutsche Firmen kalt25.01.2012. Deutsche Unternehmen sind im internationalen Vergleich außergewöhnlich optimistisch, was die Wirtschaftsentwicklung betrifft. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter Topmanagern, die die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse-Coopers am Dienstag veröffentlichte. Fast drei Viertel der deutschen Vorstandsvorsitzenden (73 Prozent) rechnen demnach mit einem deutlichen Wachstum ihres Geschäfts in den kommenden drei Jahren. Auch für die Beschäftigten ist das eine gute Nachricht: Die Mehrheit der Unternehmen will zusätzliche Leute einstellen.
PwC präsentierte die Daten seiner globalen Umfrage unter Vorstandsvorsitzenden anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos, das am Mittwoch beginnt. Befragt wurden 1258 Topmanager.
Die Stimmung in Deutschland ist deutlich besser als im Rest der Welt. Gegenüber den 73 Prozent hierzulande rechnen international nur 40 Prozent der Firmenchefs mit Wachstum. Fast jeder Zweite vermutet dagegen, dass die globale Wirtschaftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten schwächer wird. Das gilt für Europa, aber auch für Asien. „Die bislang prosperierenden Schwellenländer bekommen nun die Konsequenzen der Eurokrise zu spüren“, sagte Norbert Winkeljohann, Sprecher des Vorstandes von PwC-Deutschland. „Die Hoffnung, dass sich die BRIC-Staaten von der Konjunkturentwicklung in den alten Industriestaaten abkoppeln könnten, hat sich als trügerisch erwiesen.“ Brasilien, Russland, Indien und China bekämen die Folgen der Schuldenkrise ebenfalls zu spüren.
Die außergewöhnliche Lage der in Deutschland ansässigen Unternehmen ist vor allem an den Daten zur Beschäftigung abzulesen. 55 Prozent der Vorstandsvorsitzenden wollen 2013 zusätzliches Personal einstellen. Damit liegt Deutschland um vier Prozent über dem globalen und 14 Prozent über dem westeuropäischen Durchschnitt. Etwas Vorsicht ist freilich angebracht: Die Zahlen betreffen sowohl einen Beschäftigungsaufbau in Deutschland, als auch in den weltweiten Ablegern der Konzerne.
Quelle: Stuttgarter Zeitung
Jahresschlussbörse: Ein turbulentes Jubiläumsjahr geht zu Ende02.01.2012. Mit der traditionellen Jahresschlussbörse am 30. Dezember beendete die Börse Stuttgart das Börsenjahr 2011. Rund 100 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft waren zu Gast an der Börse Stuttgart, um mit Börsenvertretern ein Fazit des abgelaufenen Jahres zu ziehen. Christoph Lammersdorf, Vorsitzender der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart Holding GmbH, blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück, das vom 150-jährigen Börsenjubiläum, aber auch von politischen Krisen und turbulenten Finanzmärkten geprägt war.
Der voraussichtliche Handelsumsatz nach Orderbuchstatistik an der Börse Stuttgart im Jahr 2011 beträgt – nach vorläufigen Zahlen, die eine Schätzung der letzten beiden Handelstage des Dezembers beinhalten – insgesamt rund 109 Milliarden Euro und damit rund 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit knapp 57 Milliarden Euro wurde am Stuttgarter Handelsplatz mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes mit verbrieften Derivaten erzielt. Mit einem Umsatzplus von rund 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr festigte die Börse Stuttgart ihre Marktführerschaft im Handel mit verbrieften Derivaten in Europa. Beim börslichen Handel mit Unternehmensanleihen ist Stuttgart auf dem deutschen Markt führend: Mit über 13 Milliarden Euro steuerten die Unternehmensanleihen fast die Hälfte zum gesamten Umsatz im Anleihenhandel bei. Große Zuwachsraten wurden unter anderem im Fondhandel erreicht, dabei stieg insbesondere das Handelsvolumen von Exchange Traded Funds (ETFs) um knapp 36 Prozent auf über 7,8 Milliarden Euro im Jahr 2011.
In seinem Rückblick auf das Börsenjahr 2011 zog Christoph Lammersdorf eine positive Bilanz: „Die Anleger in Stuttgart konnten sich auch in den turbulenten Marktphasen auf eine schnelle und zuverlässige Ausführung ihrer Orders verlassen.“ Der zunehmende Wandel in der Börsenlandschaft führe dazu, dass die Interessen privater Anleger aus dem Blick vieler Handelsplätze gerieten. Anders in Stuttgart: Die konsequente Ausrichtung der Angebote und Services auf die Bedürfnisse der Privatanleger sowie große Innovationskraft seien hier die Erfolgstreiber. Als Beispiel dafür nannte Lammersdorf das Handelssegment Bondm: „Mit Bondm sind wir nicht nur Vorreiter einer Idee, die inzwischen von anderen Börsenplätzen aufgegriffen wurde, sondern auch Marktführer.“
Neben dem Handelsgeschäft hat das Thema Bildung für die Börse Stuttgart einen hohen Stellenwert: „Bildung und Börse gehören zusammen. Die Wissensvermittlung bei Finanzthemen ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die wir auch in diesem Jahr sehr ernst genommen haben“, sagte Christoph Lammersdorf. So hat die Börse Stuttgart in Kooperation mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg spezielle Lernmodule zu Börsen- und Finanzwissen entwickelt und mehreren Schulen im Oktober erstmals zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus bietet die Börse Stuttgart umfangreiche Informationen auf ihren Internetseiten und zahlreiche eigene Bildungsveranstaltungen an.
Im Rahmen ihres gesellschaftlichen Engagements unterstützte die Börse Stuttgart im Jahr 2011 unter anderem das Evangelische Lichtenstern-Gymnasium in Sachsenheim, das Projekt „Mitmachen Ehrensache“ sowie eine Charity-Aktion. Im Rahmen der Charity–Aktion, die mit Unterstützung des Vereins Herzenssache e.V. zustande kam, spendete die Börse Stuttgart Herzenssache 25.000 Euro und stellte der Albertville-Realschule und dem Lessing-Gymnasium in Winnenden 200 Arbeitsstunden zur Verfügung, die Mitarbeiter der Börse ehrenamtlich erbringen. „Als Börse sind wir nicht nur Handelsplatz und Arbeitgeber, sondern nehmen auch unsere gesellschaftliche Verantwortung in der Region ernst“, fasste Christoph Lammersdorf das gesellschaftliche Engagement des Handelsplatzes zusammen.
Quelle: Börse Stuttgart
Erster Spatenstich: Neubau der Sparkassenakademie startet19.12.2011. Der Bau der neuen Sparkassenakademie Baden-Württemberg in Stuttgart beginnt. Mit einem ersten Spatenstich gaben Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster, Sparkassenpräsident Peter Schneider und die Architekten Jörg Mieslinger und Wolfram Wöhr den Startschuss für die Erdarbeiten. Im März 2014 soll die neue Akademie, die rund 85 Millionen Euro kostet, eröffnet werden.
Zum Spaten griffen auch die drei ehrenamtlichen Spitzen des Sparkassenverbands: Der Oberbürgermeister von Weil am Rhein, Wolfgang Dietz, in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Verbandsversammlung, der Landesobmann der Sparkassen¬vorstände, Volker Wirth von der Sparkasse Singen-Radolfzell sowie der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Trägerabgeordneten, Heilbronns Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach.
Die neue Sparkassenakademie zwischen dem Pariser Platz und der neuen städtischen Bibliothek wird ein Kongresszentrum, Schulungsräume, Büros und eine Kindertagesstätte umfassen. „Der Sparkassenverband Baden-Württemberg wird mit dem Neubau die modernste Sparkassenakademie in Deutschland bekommen“, betonte Präsident Peter Schneider. „In wenigen Minuten wird man die Akademie vom Hauptbahnhof aus erreichen und sobald der neue Durchgangsbahnhof fertig ist, sind es nur zehn Minuten Fahrzeit zum Flughafen. Diese optimale Anbindung wird unsere Akademie auch überregional äußerst attraktiv machen.“
„Für die Sparkassen sind sehr gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schlüssel zum langfristigen Geschäftserfolg“, so Schneider. „Wir setzen auch in Zukunft auf eine hervorragende persönliche Beratung unserer Kunden. Mit der Aus- und Weiterbildung schaffen wir den Grundstein für eine erfolgreiche Erfüllung unseres öffentlichen Auftrags.“ Insgesamt beschäftigt die Sparkassen-Finanzgruppe als Marktführer über 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Baden-Württemberg.
Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster freut sich, dass die Landeshauptstadt mit der Sparkassenakademie eine weitere bedeutende Bildungseinrichtung hinzugewinnt: „Die neue Akademie wird den Finanzplatz Stuttgart weiter stärken. Vor dem Hintergrund der Komplexität des Finanz- und Bankensystems, die eher zu- als abnehmen wird, werden gut ausgebildete Fachleute benötigt.“
Schuster betonte, dass die Investition des Sparkassenverbands auch mit Blick auf die künftige Gestalt des Europaviertels ein bedeutender Schritt ist. „Die neue Akademie in unmittelbarer Nachbarschaft zur Stadtbibliothek wird das neue Stadtquartier beleben. Als Stadt Stuttgart begrüßen wir es, dass der Sparkassenverband seine Aktivitäten in unserer Stadt ausbaut und bündelt.“
Dipl.-Ing. Jörg Mieslinger von wöhr mieslinger architekten erläuterte in seiner kurzen Ansprache, was in den vergangenen Monaten passierte: „Nach dem Gewinn des Wettbewerbs im Herbst 2010 haben wir mit großer Freude und Begeisterung den Entwurf weiterentwickelt und in Bezug auf Kosten und Baurecht genehmigungsfähig gemacht. Im Frühjahr startete die eigentliche Gebäudeplanung und damit die herausfordernde Aufgabe, für dieses komplexe Gebäude den Bauantrag im August einzureichen und auf dessen Basis nun mit dem Spatenstich die Bauarbeiten zu beginnen. Ich danke allen Beteiligten für die Unterstützung und freue mich jetzt sehr auf das demnächst wachsende, spannende und facettenreiche Gebäude.“
Auf dem 6.200 m² großen Gelände am Pariser Platz entstehen 21 Schulungsräume, 56 Büroarbeitsplätze und 148 Zimmer im Studiostil. Zusätzlich wird eine Kindertagesstätte mit 30 Plätzen gebaut – für Kinder der Mitarbeiter sowie der Kursteilnehmer. Insgesamt sind sechs Stockwerke geplant. Im Kongresszentrum, das am Wochenende auch externen Veranstaltern zur Verfügung stehen wird, bieten Tagungsräume bis zu 250 Personen Platz. Wie bisher auch, ist die Akademie mit einer eigenen Küche und einem Restaurant ausgestattet. Hinzu kommt eine Tiefgarage mit rund 170 Plätzen. Die Möglichkeit, auch den Verband auf dem Grundstück unterzubringen, wird erst einmal zurückgestellt. Stattdessen wird in der Übergangszeit vor der Akademie ein kleiner Platz angelegt. Bauherr der Akademie ist der Sparkassenverband Baden-Württemberg. Mit der Realisierung des Bauwerks wurde die LBBW Immobilien Development GmbH beauftragt. Beide Partner haben auch 2010 das Verfahren zur Auswahl des Architekturbüros gestaltet. Im Oktober 2010 setzte sich in einem Gutachter¬verfahren das Stuttgarter Büro wöhr mieslinger architekten mit ihrem Gestaltungs¬entwurf gegen sieben weitere renommierte Architekturbüros durch. Das Büro wöhr mieslinger architekten hat am Pariser Platz bereits mit dem LBBW-Hochhaus und dem Gebäude der Südleasing städtebaulich Zeichen gesetzt.
Um der Öffentlichkeit die Möglichkeit zu geben, sich selbst ein Bild vom Fortgang der Arbeiten zu machen, beobachtet eine Webcam die Baustelle. Unter www.sv-bw.de kann man die Bauarbeiten verfolgen.
Gründerzeit Baden-Württemberg - Damit aus einer großen Leidenschaft eine kleine Firma wird09.12.2011. Auf zusätzliche Impulse für die baden-württembergische Innovations- und Gründertradition setzt die Landesregierung mit einer Gründungsoffensive. Mit ihr soll der Weg zur Arbeit der Zukunft beschritten werden. Lust auf die eigene Firma wird am 2. und 3. März 2012 die Auftaktveranstaltung machen: Gründerzeit Baden-Württemberg – 12 bis 12 im Haus der Wirtschaft, Stuttgart.
Von Freitag, zwölf Uhr bis Samstag, zwölf Uhr – für 24 Stunden heißt es: Wir leben Gründung wie ein Existenzgründer. Wie ein junger Unternehmer, der zu jeder Stunde für seinen Betrieb da ist, beschäftigen wir uns rund um die Uhr nur mit Gründungsfragen. Gründung erleben lautet das Motto. Denn hinter einem Unternehmen steht immer mehr als das betriebswirtschaftliche Kalkül – nämlich die Leidenschaft für die Sache und die Fähigkeit, andere zu begeistern. Die Chance einer Gründung zu ergreifen, bedeutet, beides zu verbinden: das Marktpotenzial von Ideen zu verwirklichen und die Freude daran, diese eigenverantwortlich zu gestalten.
Das Motto Gründung erleben steht auch für weniger Theorie und mehr praktische Erfahrung. Wie kann man Investoren in fünf Minuten überzeugen? Ausprobieren – mit dem eigenen Konzept im Elevator-Pitch. Womit muss ich mich beim Aufbau der eigenen Firma unbedingt auseinandersetzen? Gründer berichten, wie sie auf ihre Idee zur Existenzgründung gestoßen sind, welche Hürden sie überwinden mussten und wer wann hilfreich ihr Projekt begleitet hat. Denn auch für das beste Vorhaben gilt: Ohne Unterstützung kommt man nicht zum Ziel – die große Chance einer kleinen Firma.
(Auch Stuttgart Financial ist am Projekt Gründerzeit beteiligt. Weitere Informationen erhalten Sie in Kürze.)
Quelle: L-Bank
Kontrolle des EnBW-Deals: Rechnungshof und Anwälte prüfen06.12.2011. Die Aufarbeitung des EnBW-Deals durch die neue grün-rote Landesregierung ist gerade erst angelaufen und dürfte noch mehrere Monate in Anspruch nehmen. Beteiligt sind bisher folgende Institutionen: Die Landesregierung will von einer Anwaltskanzlei prüfen lassen, ob Schadenersatzansprüche des Landes gegen Akteure und/oder Berater bestehen. Der Auftrag wurde beschränkt ausgeschrieben, die Suche nach einer geeigneten Kanzlei gestaltete sich schwierig. Die Anwälte sollen zum einen prüfen, ob dem Land beim EnBW-Deal ein Schaden entstanden ist und, wenn ja, in welcher Höhe.
Zum anderen sollen sie untersuchen, gegen wen - und mit welchen Erfolgsaussichten - Ansprüche geltend gemacht werden können. Als mögliche Anspruchsgegner werden in der Ausschreibung die Investmentbank Morgan Stanley (sie schweigt zu allen Vorwürfen) und die Sozietät Gleiss Lutz genannt, die keine eigenen Fehler sieht. Als politische Akteure nimmt das Land Ex-Ministerpräsident Stefan Mappus, Ex-Finanzminister Willi Stächele und Ex-Staatsminister Helmut Rau (alle CDU) ins Visier.
Die Karlsruher Kontrollbehörde wollte sich vorerst eigentlich nicht mit dem EnBW-Deal befassen, weshalb ihr Präsident Max Munding gehörig unter Druck geriet. Auf Geheiß der Landtagsfraktionen von Grünen und SPD untersuchen die Prüfer nun doch einen Teilaspekt: Sie sollen feststellen, ob vor der Bestimmung des Kaufpreises von 41,50 Euro je Aktie "ein rechtlich ordnungsgemäßes und wirtschaftlich fundiertes Bewertungsverfahren" durchgeführt wurde. Für den Rechnungshof ist das "Neuland", wie Munding einräumt. Ob er die zentrale Frage bei dem Milliardengeschäft wirklich beantworten kann, ist noch offen.
Die EU-Kommission beschäftigt sich mit dem Aktienkauf
Vom Ergebnis der Anwaltskanzlei und des Rechnungshofs wollen es Grüne und SPD abhängig machen, ob sie einen Untersuchungsausschuss des Landtags einsetzen. Der heutige Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte das noch als Grünen-Fraktionschef kurz vor der Wahl gefordert. Danach hatten die Grünen ein solches Gremium mit der Begründung abgelehnt, es seien keine Akten aus der Zeit der Vorbereitung des Milliardengeschäfts vorhanden. Das sei zwar skandalös, erschwere aber die Aufklärung durch einen Ausschuss. Inzwischen überprüft die Fraktion diese Position.
Auch die SPD überdenkt ihre Haltung, ein solches Gremium sei "ein Instrument der Opposition". Selbst in den Reihen von CDU und FDP wird damit gerechnet, dass es zu einer parlamentarischen Untersuchung kommt. Gegen Stefan Mappus und seine Mitstreiter sind zwar schon etliche Anzeigen eingegangen - teils vor, teils nach dem Urteil des Staatsgerichtshofs vom 6. Oktober 2010, in dem das Geschäft am Landtag vorbei als eindeutig verfassungswidrig eingestuft wurde. Bisher sieht die Staatsanwaltschaft Stuttgart aber keinen Anlass, etwa wegen Untreue gegen die Beteiligten zu ermitteln.
Begründung: Es gebe keine Anhaltspunkte für Pflichtverstöße, die einen Anfangsverdacht begründen könnten. Eine Beschwerde dagegen, dass nicht ermittelt wird, hat die Generalstaatsanwaltschaft bereits zurückgewiesen. Auch die EU-Kommission in Brüssel beschäftigt sich mit dem Aktienkauf. Ihr liegen nach Medienberichten Beschwerden dagegen vor, dass die Investmentbank Morgan Stanley vom Land ohne Ausschreibung beauftragt wurde. Das Bundeswirtschaftsministerium bestätigte, man sei um Aufklärung gebeten worden.
Quelle: Stuttgarter Zeitung
Finanzplatz Stuttgart spendete für Behindertenzentrum Stuttgart
 - Dirk Sturz und Moderator Holger Scholze mit den fünf Gewinnerinnen des Weihnachts-Bingo
Stuttgart, 21.11.2011. Am Freitagabend luden Stuttgart Financial und die Börse Stuttgart Banker, Versicherer, Asset Manager und die weitere Stuttgarter Finanzszene in die Räume der Börse zu einem vorweihnachtlichen Charity-Event, einem aus dem angloamerikanischen Raum bekannten Bingo-Abend. Über 70 Teilnehmer spielten in dem Lotteriespiel um attraktive Gewinne, darunter von verschiedenen Unternehmen gesponserte Technik-, Sport- und Buchpreise. Der gesamte Erlös aus Eintrittsgeldern, Bingokarten-Verkauf und weiteren Spenden ging an aktuelle Projekte des Behindertenzentrums Stuttgart e.V. (bhz). Mit seinem Catering-Service CUBE Catering sorgte das bhz auch für das leibliche Wohl der Gäste.
Stuttgart Financial richtet als Kommunikationsplattform für den Finanzplatz Stuttgart regelmäßig Networking-Veranstaltungen wie diese aus. Dazu gehörten in der Vergangenheit beispielsweise eine Sonderwertung für Mitarbeiter der Finanzbranche beim Stuttgarter Zeitung Lauf, ein Public Viewing zur Fußballweltmeisterschaft und seit dem Frühjahr 2011 auch das Stuttgart Financial Pub Quiz, das bereits zwei Mal stattfand.
Der Weihnachts-Bingoabend feierte am Freitag seine Premiere. „Mit dieser Veranstaltung wollten wir über unser Engagement am Finanzplatz Stuttgart hinaus einen Beitrag leisten. Das bhz als Stuttgarter Institution mit seinen zahlreichen Projekten für und mit Menschen mit Behinderung fanden wir hierbei besonders unterstützenswert“, erklärte Dirk Sturz, Leiter von Stuttgart Financial, und versprach außerdem, dass Stuttgart Financial jeden gespendeten Euro noch verdoppeln werde. Insgesamt konnte das bhz sich schließlich über eine Spende von 2000 Euro freuen. “Wir freuen uns sehr über den Zuspruch, den der Bingoabend in der Börse Stuttgart gefunden hat und möchten uns bei allen Teilnehmern sowie den Veranstaltern Stuttgart Financial und Börse Stuttgart herzlich diese tolle Aktion bedanken!““, so Albert J. Ebinger, Geschäftsführer des bhz.
LBBW legt Konzernzahlen (nach IFRS) zum 30. September 2011 vor18.11.2011. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) weist nach den ersten neun Monaten des Jahres 2011 trotz der im dritten Quartal weiter verschärften Marktverwerfungen nach IFRS ein Konzernergebnis vor Steuern von 410 Millionen Euro aus (Vorjahreswert: minus 138 Millionen Euro). Nach Steuern belief sich der Konzernüberschuss auf 245 Millionen Euro (Vorjahr: minus 147 Millionen Euro). Das operative Ergebnis von 644 Millionen Euro hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als vervierfacht. Dabei hat sich insbesondere das Geschäft mit Privat- und Unternehmenskunden erneut als stabile Ertragssäule des Konzerns bewährt. Zudem ergab sich bei der Kreditrisikovorsorge konjunkturbedingt eine Entlastung. Erhebliche Belastungen resultierten aus der Staatsschuldenkrise, insbesondere mit Bezug zu Griechenland. Die Kernkapitalquote lag zum Ende des dritten Quartals dennoch bei soliden 13,4 Prozent.
Hans-Jörg Vetter, Vorstandsvorsitzender der LBBW, sagte zu der geschäftlichen Entwicklung: "Wir sind mit der Neuausrichtung der LBBW gut vorangekommen. Auch im Kundengeschäft sind wir weiterhin gut unterwegs. Unser inzwischen auf nachhaltiges Kundengeschäft ausgerichtetes Geschäftsmodell hat sich auch unter extremen Marktbedingungen bewährt. Diese Fortschritte werden von den dramatischen Marktverwerfungen in beträchtlichem Maße überlagert."
Im dritten Quartal hat die LBBW aufgrund der Spannungen an den Finanzmärkten ein negatives Konzernergebnis vor Steuern von 191 Millionen Euro ausgewiesen. Darin wurden stichtagsbezogene Bewertungsbelastungen aus hochvolatilen Kreditausfallversicherungen (CDS) mit Staatenbezug, die unter IFRS zum Marktwert zu bilanzieren sind, in Höhe von rund 200 Millionen Euro verarbeitet. Außerdem wurden auf griechische Staatsanleihen weitere Abschreibungen auf jetzt rund 40 Prozent des Nominalwerts vorgenommen. Insgesamt hat die Bank in den ersten neun Monaten des Jahres in der Gewinn- und Verlustrechnung Belastungen aus der Staatsschuldenkrise in Höhe von rund 750 Millionen Euro verarbeitet.
"Diese Belastungen zeigen noch einmal, dass es zu der 2009 eingeleiteten Neuausrichtung der Bank und dem Verzicht auf kundenloses Bankgeschäft keine Alternative gibt", sagte Hans- Jörg Vetter. "Die Zukunft der LBBW liegt ausschließlich im Kundengeschäft. Wir werden hier weiter zielgerichtet wachsen und zugleich den Restrukturierungsplan konsequent umsetzen. Altlasten werden weiterhin rigoros abgebaut."
Massiver Abbau von Risikoaktiva, Restrukturierung im Plan
Seit Jahresanfang hat die Bank ihr Risikoprofil erneut deutlich verbessert. So wurden die Risikoaktiva insgesamt um 16 Milliarden Euro auf 105 Milliarden Euro verringert. Das Credit Investment Portfolio, das Ende 2008 noch 95 Milliarden Euro umfasst hatte, wurde in diesem Jahr von 54 Milliarden Euro auf 38 Milliarden Euro reduziert. Damit ist die Bank beim Abbau dieser Geschäfte ohne Kundenbezug besser als geplant vorangekommen. Durch den Abbau der Risikoaktiva wurden die Kapitalquoten der LBBW weiter gestärkt. Die Kernkapitalquote lag – nach 11,4 Prozent zum Jahresbeginn – am Ende des dritten Quartals bei 13,4 Prozent. Die Gesamtkennziffer verbesserte sich von 15,3 Prozent auf 17,8 Prozent. Wie bereits kommuniziert, führt die Bank vor dem Hintergrund der mittlerweile deutlich erhöhten Kapitalanforderungen Gespräche mit ihren Trägern über die Frage einer Umwandlung oder Härtung der stillen Einlagen im nächsten Jahr.
Insgesamt kommt die Restrukturierung der LBBW auf Basis des von der EU-Kommission genehmigten Konzepts weiter planmäßig voran. Der laufende Verkaufsprozess der LBBW Immobilien GmbH ist auf gutem Weg; eine Entscheidung über den Erwerber der 21 500 Wohnungen soll möglichst noch in diesem Jahr fallen. Bereits im ersten Halbjahr hatte sich die LBBW von weiteren Beteiligungen getrennt, darunter Anteilen an der DekaBank sowie der Energiebörse EEX. Die Verwaltungsaufwendungen wurden weiter reduziert. Der Personalaufwand konnte dabei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 35 Millionen Euro verringert werden. Zum 30. September zählte die LBBW 12 382 Beschäftigte, 679 weniger als zum Jahresbeginn. Insgesamt wurden im Zuge der Restrukturierung bereits Austritte von rund 1 500 Vollzeitstellen vertraglich vereinbart. Erfreulich ist, dass dies allein durch freiwillige Maßnahmen wie Aufhebungsverträge oder Vorruhestandsregelungen sowie natürliche Fluktuation erreicht werden konnte. Der Restrukturierungsplan sieht den Abbau von rund 2 500 Stellen im Konzern bis 2013 vor.
Quelle: Landesbank Baden-Württemberg
Schuelerwettbewerb des Bankenverbandes startet in die Runde 2011/201214.11.2011. Berufswunsch Banker? Gerade in Zeiten der Staatsschuldenkrise, in der auch die Banken in die Kritik geraten sind, stellen sich ab dem 14. November wieder rund 4.000 Schuelerinnen und Schueler dieser Herausforderung. Ueber 850 Schulteams starten in die neue Runde des Schuelerwettbewerbs SCHUL/BANKER, den der Bankenverband in diesem Jahr zum vierzehnten Mal ausrichtet.
Fuer drei Monate nehmen die Jugendlichen im Chefsessel Platz. Sie uebernehmen eine virtuelle Bank und koennen so ihre unternehmerischen Faehigkeiten unter Beweis stellen. Bis zu sechs Schuelerinnen und Schueler sitzen in jedem Bankvorstand. Waehrend des Planspiels lernen sie wie eine Bank funktioniert, sie entscheiden wie und wann Kredite vergeben werden, sie legen Zinssaetze fest und betreuen das Marketing "ihrer" Bank. Wichtig ist dem Bankenverband dabei, aufzuzeigen, dass es sich nicht um ein Spiel an der Boerse handelt, in dem Spekulationen im Mittelpunkt stehen, sondern dass die jungen Leute schon frueh die volkswirtschaftliche Aufgabe und Bedeutung von Banken kennen lernen.
"SCHUL/BANKER bietet Schuelerinnen und Schuelern die Moeglichkeit, einmal ueber den Tellerrand der Schulthemen hinauszublicken, einen Einblick in die Wirtschaft zu erhalten und eben auch Verantwortung in einem Team und fuer ein ganzes Team zu uebernehmen", so Michael Kemmer, Hauptgeschaeftsfuehrer des Bundesverbandes deutscher Banken.
Ob ein Gewinn erzielt oder Verluste eingefahren wurden, das erfahren die Nachwuchsbanker, wenn sie am Ende eines jeden der sechs durchgespielten Geschaeftsjahre ihre Bilanz analysieren und die Entscheidungen fuer die naechste Spielperiode vorbereiten. Bis Mitte Februar 2012 dauert die Vorrunde. Dann wird es noch einmal spannend: Die Schueler erfahren, welche Banken ins Finale einziehen werden. Dann treten 20 Teams mit rund hundert jungen Leuten gegeneinander an.
SCHUL/BANKER ist ein wichtiger Bestandteil des Engagements des Bankenverbandes zur Foerderung der oekonomischen Bildung an Schulen.
Quelle: Bundesverband deutscher Banken, www.schulbanker.de
L-Bank-ifo-Konjunkturindex: Geschäftsklima im Südwesten getrübt08.11.2011. Die Abkühlung der Weltwirtschaft und die bleibenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Schuldenkrise belasten weiterhin auch die baden-württembergische Wirtschaft: Im Oktober trübte sich das ifo-Geschäftsklima weiter ein. Die Südwestwirtschaft befindet sich derzeit allerdings noch in einer verhältnismäßig guten Verfassung, allen voran die Konsumgüterproduzenten: Sie bilden die einzige Branche, in der die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage gestiegen ist. Möglicherweise macht sich hier schon das Weihnachtsgeschäft bemerkbar.
Das - in diesem Monat erstmals von der GfK für die L-Bank ermittelte - Konjunkturklima der privaten Haushalte in Baden-Württemberg hingegen ist im Oktober gesunken. Im Gegensatz zur bundesweiten Erhebung ist es aber noch im positiven Bereich.
Was die Geschäftsaussichten für das kommende halbe Jahr betrifft, sind zurzeit fast alle befragten Branchen skeptisch. Einzige Ausnahme bildet dabei das verarbeitende Gewerbe, bei dem sich die Erwartungen leicht verbessert haben.
In der Südwestwirtschaft insgesamt werden Wachstumsdynamik und Wirtschaftswachstum zum Jahresende hin voraussichtlich spürbar nachlassen. Dennoch haben vor allem die Industrie- und Großhandelsfirmen vor, ihre Beschäftigtenzahl weiter zu erhöhen.
Trotz aller Unwägbarkeiten und Inflationsraten nahe 3 Prozent gibt es in Baden-Württemberg jedoch keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Denn die Südwestindustrie hat die letzte Krise genutzt, um ihre Eigenkapitalbasis zu stärken und ihre Finanzierung breiter aufzustellen. Damit ist sie krisenresistenter geworden. Außerdem profitieren einzelne Bereiche wie das Handwerk stark von der Energiewende, zum Beispiel von Maßnahmen zur Gebäudesanierung. Auch in der Industrie ist die Auftragslage gut. Zudem konzentriert sich die exportorientierte Industrie nicht mehr nur auf europäische Länder, sondern auch auf Staaten wie Brasilien, Indien und China und verringert damit entsprechende Risiken.
Quelle: L-Bank-ifo-Konjunkturindex
Geringste Arbeitslosigkeit im Oktober seit 199202.11.2011. Der kräftige Wirtschaftsaufschwung hat den baden-württembergischen Arbeitsmarkt auch im Oktober weiter beflügelt und die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit 1992 erreicht. Doch vor allem Alleinerziehende, junge Menschen ohne Berufsabschluss und Arbeitslose mit Migrationshintergrund spürten davon viel zu wenig, erklärten Arbeitsministerin Katrin Altpeter und Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid am Mittwoch (2.11.) anlässlich der Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen in Stuttgart.
Derzeit gibt es in Baden-Württemberg noch immer rund 61.000 Langzeitarbeitslose. Fast ein Drittel aller Arbeitslosen ist seit mehr als einem Jahr ohne Beschäftigung und damit auf Unterstützung angewiesen. Altpeter: „Mit Hochdruck arbeiten wir an einem Landesarbeitsmarktprogramm, das auch diesem Personenkreis eine echte Chance auf Ausbildung oder eine gesicherte Beschäftigung bieten soll.“
Mit diesem Landesarbeitsmarktprogramm sollen die Benachteiligten auf dem Arbeitsmarkt in Ergänzung zu den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen des Bundes, der Bundesagentur für Arbeit und der Kommunen neue Perspektiven auf Jobs im ersten Arbeitsmarkt oder sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in einem sozialen Arbeitsmarkt bekommen. Das Programm ist zugleich auch ein weiterer Baustein zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in Baden-Württemberg.
Altpeter. „Mit diesem ehrgeizigen Programm wollen wir auch Lücken im bestehenden Fördersystem schließen und bundesweit eine Vorreiterrolle übernehmen für innovative arbeitsmarktpolitische Instrumente.“
Schmid: „Die anhaltend starke Nachfrage nach Arbeitskräften macht Mut, dass der Arbeitsmarkt trotz gestiegener Konjunkturrisiken stabil bleibt. Als Wirtschaftsminister bin ich erfreut und alarmiert zugleich, wenn die Anzahl der offenen Stellen weiter steigt. Wir müssen Vorsorge treffen, dass offene Stellen im Sinne der Unternehmen schnell und passgenau besetzt werden können.“
Insgesamt waren im Oktober in Baden-Württemberg 207.772 Menschen arbeitslos gemeldet, im September waren es noch 215.938. In vielen Regionen liegt die Arbeitslosigkeit unter der landesweiten Arbeitslosenquote von nur noch 3,7 Prozent. Anhalten positiv ist auch die Entwicklung bei den gemeldeten offenen Stellen. Im Oktober waren 78.947 Stellen unbesetzt, was einem Anstieg um 31,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht.
Quelle: Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg / Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg
Landesregierung will klare Strategie der EnBW26.10.2011. Die grün-rote Landesregierung vermisst bei dem angeschlagenen Energiekonzern EnBW noch immer eine fundierte Strategie. Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) sagte am Mittwoch im Landtag, das Land als Großaktionär wisse noch immer nicht, wie die EnBW künftig mit ihren Atomkraftwerken umgehen wolle. Auch die künftige Zusammenarbeit mit den Stadtwerken und die Pläne für den Ausbau der Erneuerbaren Energien seien noch völlig unklar.
Außerdem wolle die Koalition Klarheit haben, ob sie in den kommenden Jahren mit Gewinnausschüttungen rechnen kann, um die Zinsen für den Kauf der EnBW-Anteilen decken zu können. Davon hänge auch die Entscheidung ab, ob das Land bei einer Kapitalerhöhung mitmache. «Diese Fragen harren noch der Antwort», sagte Untersteller.
Quelle: Landesportal Baden-Württemberg
Stächele Nachfolge: Wolf setzt sich gegen Stratthaus durch13.10.2011. Der Tuttlinger Landrat Guido Wolf soll neuer baden-württembergischer Landtagspräsident werden. Die CDU-Fraktion nominierte den 50-Jährigen am Mittwoch in Stuttgart als Nachfolger von Willi Stächele (CDU), der zurückgetreten war. Wolf setzte sich in einer Kampfkandidatur gegen Ex-Finanzminister Gerhard Stratthaus durch. Zuvor hatte die ehemalige Sozialministerin Monika Stolz (CDU) nach dem ersten Wahlgang ihre Kandidatur zurückgezogen. Wolf sei mit deutlicher Mehrheit gewählt worden, sagte der Fraktionsvorsitzende Peter Hauk.
Die CDU-Fraktion hat im Landtag die meisten Abgeordneten und darf daher laut Parlamentstradition den Präsidenten stellen. Hauk bat die anderen Fraktionen - die grün-rote Koalition und die FDP - um Unterstützung für den Kandidaten.
Wolf sagte, er wolle ein Präsident für alle sein. Er ergänzte: „Ich möchte ein ausgleichender Präsident sein. Ich möchte ein dienender Präsident sein. Ich möchte aber auch ein politischer Präsident sein.“
Quelle: Stuttgarter Zeitung
Daimler-Investor verleiht Aktienpaket12.10.2011. Der Daimler-Großaktionär Abu Dhabi ist nur noch mit weniger als fünf Prozent an dem Autobauer Daimler beteiligt. Die staatliche Investmentfirma Aabar hatte während der Wirtschaftskrise für rund zwei Milliarden Euro 9,1 Prozent der Daimler-Papiere gekauft und war damit auf einen Schlag zum größten Aktionär der Schwaben geworden. Zur Finanzierung des Einstiegs im März 2009 habe Aabar aber 43,1 Millionen seiner 96,4 Millionen erworbenen Papiere als Sicherheiten verliehen, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit.
Damit hat sich der Golfstaat aber nicht endgültig von diesen Anteilen getrennt. Die von der staatlichen Investmentgesellschaft International Petroleum Investment Company (IPIC) kontrollierte Firma ist weiter Eigentümerin der Papiere und hat ein Recht, diese wieder von den Banken und anderen Finanzinstituten zurückzuholen. Aabar betonte, auch weiterhin den Kurs von Daimler-Chef Dieter Zetsche zu unterstützen. „Aabar steht unverändert und uneingeschränkt zu seiner Daimler-Beteiligung und unterstützt auch weiterhin das Management und die Strategie des Unternehmens.“
Der Aktienverleih musste der Finanzaufsicht und Daimler zunächst nicht mitgeteilt werden, weil die Aabar-Beteiligung leicht über der Meldeschwelle von fünf Prozent blieb. Dies änderte sich nun im Juli: Der Anteil rutschte auf 4,99 Prozent ab. Hintergrund: Es wurden Daimler-Aktienoptionen ausgeübt. Das heißt: Es wurden zusätzliche Papiere ausgegeben, das Grundkapital des Autobauers erhöhte sich und damit wurde der Anteil der einzelnen Aktionäre leicht verwässert.
Weiterer großer Aktionär des Stuttgarter Dax-Konzerns ist das Emirat Kuwait, das seit Jahren bei den Schwaben engagiert ist und rund 6,9 Prozent hält. Im Zuge der 2010 eingegangenen Partnerschaft mit der Renault Nissan-Allianz erwarb diese außerdem 3,1 Prozent an Daimler. Im August kam mit dem Finanzinvestor Blackrock, der 5,7 Prozent hält, ein weiterer Großinvestor hinzu. Die übrigen Anteile sind im Streubesitz. Der Börsenwert von Daimler bewegt sich derzeit je nach Kursentwicklung zwischen 35 und 38 Milliarden Euro.
Quelle: Stuttgarter Zeitung
Wirtschafts-Nobelpreis geht an zwei US-Forscher10.10.2011. Der Wirtschafts-Nobelpreis 2011 geht an die US-Forscher Christopher Sims und Thomas Sargent. Die beiden Wissenschaftler wurden ausgezeichnet für ihre empirische Forschung zu „Ursache und Wirkung in der Volkswirtschaft“. Das teilte die Schwedische Wissenschaftsakademie am Montag in Stockholm mit.
Die Auszeichnung ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro (zehn Mio Kronen) dotiert. Der Wirtschafts-Nobelpreis wird erst seit 1969 vergeben. Er ist unter anderem auch deshalb umstritten, weil bisher weit überwiegend Wissenschaftler von Instituten in den USA ausgezeichnet worden sind.
Quelle: Stuttgarter Zeitung
Grün-Rot will Stächele Misstrauen aussprechen10.10.2011. Landtagspräsident Willi Stächele (CDU) droht ein Misstrauensvotum im Parlament, wenn er bis Mittwoch nicht freiwillig zurücktritt. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen Stächele dann wegen seiner Rolle beim EnBW-Deal förmlich das Vertrauen entziehen. Dies bestätigten der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Ulrich Sckerl, und SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel. Ein entsprechender Antrag soll bereits heute eingebracht werden. Für Mittwoch haben die Fraktionen ohnehin eine Debatte über das Urteil des Staatsgerichtshofsurteils beantragt, der Stächele beim Kauf der EnBW-Aktien einen klaren Verfassungsbruch bescheinigt hatte. Als Finanzminister habe er durch die Nutzung einer Notbewilligungsklausel das Haushaltsrecht des Landtags verletzt.
Die Annahme des Antrags hätte formal zwar keine Konsequenzen. Faktisch könne Stächele aber nicht im Amt bleiben, wenn ihm die Mehrheit des Landtags das Misstrauen ausspreche, hieß es bei SPD und Grünen. Stächele war erst im Mai mit breiter Mehrheit gewählt worden - auch von Abgeordneten der Regierungsfraktionen. Diese hatten ihn aber nur unter dem Vorbehalt des Gerichtsurteils unterstützt. Das Vorschlagsrecht der CDU als stärkster Fraktion werde selbstverständlich nicht in Frage gestellt, versicherten Vertreter von SPD und Grünen. Neben Stächele hatten sich CDU-intern die Exminister Heribert Rech und Wolfgang Reinhart, der Exstaatssekretär Dietrich Birk und der Abgeordnete Wilfried Klenk beworben.
Mappus: Lieber 15 Monate MP als gar nie MP
Bei der CDU steigerte die Drohung der Koalitionsfraktionen die ohnehin große Nervosität. Eine Stellungnahme der Fraktion war zunächst nicht zu erhalten. Stächele verwies am Wochenende lediglich auf seine schriftliche Erklärung zum Urteil, wonach er "zu keiner Sekunde" Parlamentsrechte verletzt habe. Er werde die Urteilsbegründung gründlich prüfen und rate dies auch allen anderen Beteiligten.
Der frühere Ministerpräsident Stefan Mappus äußert sich inzwischen erstmals zur Entscheidung des Staatsgerichthofs. Am Rande eines CDU-Kreisparteitags im Enzkreis sagte er nach Medienberichten, das Gericht habe die Notwendigkeit schnellen und vertraulichen Handelns ebenfalls gesehen; mit dieser Begründung hatte er das Geschäft am Landtag vorbei abgeschlossen. Eines Tages werde das Land noch dankbar sein, als Mitbesitzer der EnBW aktiv an der Energiewende mitwirken zu können, sagte Mappus.
In seiner Abschiedsrede zog der Expremier eine Bilanz seiner Amtszeit. "Es war für mich immer das Größte, an der Spitze dieses Landes stehen zu können, auch wenn es nur 15 Monate waren", sagte er mit tränenerstickter Stimme. Gleichwohl gelte für ihn: "Lieber 15 Monate MP als gar nie MP." Der 45-Jährige zeigte sich erleichtert, die Politik hinter sich zu lassen und als Manager beim Pharmakonzern Merck nach Südamerika zu gehen. Ab März sei er in Rio de Janeiro und werde dort mit jedem, der ihn besuchen komme, "einen schönen Caipirinha trinken".
Quelle: Stuttgarter Zeitung
Expo Real 2011: Internationale Investoren haben die Region Stuttgart im Fokus08.10.2011. Die Region Stuttgart bleibt bei internationalen Investoren ein gefragter Standort. Das wurde auf der Messe für Gewerbeimmobilien Expo Real deutlich, die am Donnerstag in München zu Ende ging. Dabei profitiert die Region überdurchschnittlich davon, dass Deutschland weiterhin im Fokus der internationalen Investoren ist. "Unser Standort zeichnet sich schon seit vielen Jahren durch eine stabile Entwicklung mit relativ geringen Preisschwankungen aus. Zudem verfügen wir mit unserer Technologiestärke und unserem starken industriellen Unterbau über beste Perspektiven für solide Investments. Das wissen die Investoren zu schätzen", sagte Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS).
Nach wie vor sind Industrieflächen und solche für logistische Nutzungen besonders gefragt. "Industrie und Logistik gehören untrennbar zusammen. Für die Entwicklung unseres Standorts ist es unverzichtbar, dass wir ausreichend geeignete Logistikflächen anbieten können." Auch der Wohnbau wird durch den Trend zurück in die Stadtzentren wieder stärker zum immobilienwirtschaftlichen Thema.
Für die Expo Real vom 4. bis 6. Oktober 2011 hat die regionale Wirtschaftsförderung einen Gemeinschaftsstand für 27 Partner organisiert, darunter regionale Entwicklungsprojekte, Immobilienunternehmen und kommunale Wirtschaftsförderungen. Mit 380 Quadratmeter hat die Region Stuttgart einen der größten Stände auf der Messe, der traditionell besonders gut besucht ist. Die Expo Real ist die wichtigste europäische Messe für Gewerbeimmobilien. Insgesamt stellten 1.610 Unternehmen aus 34 Ländern aus. Wie im Vorjahr kamen rund 37.000 Teilnehmer zur Messe.
Quelle: Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH
Friedrich Merz betont die Bedeutung funktionierender Finanzmärkte in Deutschland
 - Friedrich Merz (l.) und Christoph Lammersdorf
22.09.2011. Am gestrigen Mittwoch fand an der Stuttgarter Börse der traditionelle Börsenempfang statt. Vor rund 400 Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sprach als Gastredner Friedrich Merz, ehemaliger Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
In seinem Vortrag betonte Merz, dass die momentane Krise beispiellos sei. „Es handelt sich nicht um eine Krise des Euros, sondern um eine Staatsschuldenkrise. Für die Bewältigung dieser Staatsschuldenkrise gibt es keine Lehrbücher, denn sie betrifft einen gemeinsamen Währungsraum verschiedener Volkswirtschaften. Dies ist eine Herausforderung, die in ihren Dimensionen fast vergleichbar mit der deutschen Einheit ist“, so Merz. Eine gemeinsame Währung sei auf Dauer nur mit einer politischen Integration aller Staaten in Europa möglich. Eine Rückkehr in die alte Zeit sei keine Option. Merz zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die aktuellen Probleme bewältigt werden könnten. Schon nach der letzten Finanzkrise sei es die exportorientierte mittelständische Industrie in Deutschland gewesen, die wesentlich dazu beigetragen habe, die Krise schnell hinter sich zu lassen.
Von der Börse Stuttgart erhoffe er sich auch in Zukunft Signale für die Märkte. So habe Stuttgart den Weg für den Mittelstand an die Kapitalmärkte auch unterhalb eines Börsenganges geebnet. Damit werde die Börse Stuttgart den Bedürfnissen der Marktteilnehmer gerecht. Dies zeige, dass die Kapitalmärkte in Deutschland funktionierten.
In Zeiten volatiler Märkte und globaler Börsenfusionen komme der Börse Stuttgart eine besondere Rolle zu, sagte Christoph Lammersdorf, Vorsitzender der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart Holding GmbH. In seiner Rede betonte er, dass sich Anleger in Stuttgart auch in turbulenten Marktphasen auf eine schnelle und zuverlässige Ausführung ihrer Orders verlassen könnten. Der zunehmende Wandel in der Börsenlandschaft führe dazu, dass die Interessen privater Anleger aus dem Blick vieler Handelsplätze gerieten. „Deshalb richtet die Börse Stuttgart ihre Angebote und Services konsequent auf die Bedürfnisse der Privatanleger aus“, so Lammersdorf. Ein hybrides Handelsmodell, das Technologie mit menschlicher Expertise verknüpft, und Services wie eine kostenlose Kundenhotline seien hierfür gute Beispiele.
Quelle: Börse Stuttgart
Mittelstandsfinanzierung in Deutschland im Umbruch15.09.2011. Die Unternehmensanleihe gewinnt als Finanzierungsinstrument für mittelständische Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Mittelstandsfinanzierung in Deutschland“, die von der Börse Stuttgart in Kooperation mit der Unternehmensberatung Seidenschwarz & Comp. GmbH und Prof. Dr. Burkhard Pedell von der Universität Stuttgart durchgeführt wurde.
Die Befragung der Unternehmen zeigt einen deutlichen Trend: 92 Prozent sind der Meinung, dass innovative Finanzierungsinstrumente zukünftig im Finanzierungsmix mittelständischer Unternehmen eine größere Rolle spielen werden. Dabei sind 83 Prozent der befragten Unternehmen überzeugt, dass insbesondere die Unternehmensanleihe weiter an Attraktivität gewinnen wird. 69 Prozent stimmen der Aussage zu, dass sich mittelständische Unternehmen stärker am Kapitalmarkt orientieren sollten und eine Unternehmensanleihe dazu ein geeigneter erster Schritt ist. Rund die Hälfte der befragten Unternehmen sieht zudem Verbesserungspotenziale bei der Verknüpfung des Finanzierungsmanagements mit der Unternehmensstrategie.
„Die neue Studie verdeutlicht, dass sich die Unternehmensanleihe als komplementäre Finanzierungsform im Mittelstand durchgesetzt hat. Bereits heute sind im Handelssegment Bondm der Börse Stuttgart 18 Anleihen von mittelständischen Unternehmen gelistet“, sagt Sabine Traub, Leiterin der Primary Market Group der Börse Stuttgart. „Auch für Familienunternehmen ist die Begebung einer Anleihe eine Möglichkeit, sich dem Kapitalmarkt zu öffnen, ohne die Beteiligungsstrukturen zu verändern“, so Traub.
Die Studie „Mittelstandsfinanzierung in Deutschland“ ist eine aktuelle Bestandsaufnahme, spiegelt aber auch die mit der Unternehmensfinanzierung verbundenen Herausforderungen und Trends zu Finanzierungsalternativen wider. Die weiteren Ergebnisse der Studie werden am 27. September 2011 in einer Pressekonferenz an der Börse Stuttgart vorgestellt.
Quelle: Börse Stuttgart
Baden-Württembergischer Finanz- und Wirtschaftsminister unterstreicht Bedeutung der Börse Stuttgart für Finanzplatz06.09.2011. Dr. Nils Schmid MdL, Minister für Finanzen und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg, hat am heutigen Dienstag die Börse Stuttgart besucht. Der Minister verantwortet nicht nur die Börsenaufsicht, seit Juli ist der stellvertretende Ministerpräsident auch Mitglied im Kuratorium der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. Bei seinem ersten Besuch der Börse nach Amtsantritt als Minister standen die Auswirkungen der aktuellen Börsenturbulenzen, regulatorische Themen sowie die Aktivitäten von Stuttgart Financial im Mittelpunkt des Gesprächs.
„Die Börse Stuttgart hat ihr Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren gezielt an den Bedürfnissen privater Anleger ausgerichtet. Deshalb freue ich mich als Finanz- und Wirtschaftsminister sehr darüber, dass heute die führende Privatanlegerbörse in Stuttgart zu Hause ist. Mit Gründung der Initiative Stuttgart Financial hat die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse darüber hinaus nachhaltig Verantwortung für die Förderung des Finanzplatzes übernommen", sagte Minister Dr. Schmid.
„Wir freuen uns sehr, dass der Minister unserer Einladung gefolgt ist und sehen der Zusammenarbeit mit ihm als dem Verantwortlichen für die Börsenaufsicht und als Mitglied des Kuratoriums sehr positiv entgegen“, betonte der Vorstand der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., Thomas Munz. Dass der Minister die Mitgliedschaft im Kuratorium wahrnehme, unterstreiche die Bedeutung des Finanz- und Börsenplatzes Stuttgart für die Landesregierung, so Munz. Das Land Baden-Württemberg sei nicht nur als zentraler Entscheidungsträger in regulatorischen Fragen von Bedeutung für die Börse. Auch bei den Aktivitäten von Stuttgart Financial gebe es eine Vielzahl an Schnittpunkten, wie beispielsweise der jährlich gemeinsam veranstaltete Finanzplatzgipfel in Stuttgart, sagte Munz.
Auch Christoph Lammersdorf, Vorsitzender der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart Holding GmbH, hob die Bedeutung der gemeinsamen Zusammenarbeit hervor. „Als Börsenplatz auf höchstem regulatorischen Niveau ist uns der Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern und Aufsichtsgremien sehr wichtig. Insbesondere in Abgrenzung zu unregulierten Handelsplätzen sehen wir uns in der Verantwortung, die Interessen privater Anleger zu wahren. Im Dialog mit Minister Dr. Schmid haben wir deshalb betont, dass bei allen finanzpolitischen Regelungen auch die Interessen der Privatanleger berücksichtigt werden müssen. Deutlich wird dies bei der geplanten Steuer für Finanztransaktionen, von der insbesondere private Anleger ausgenommen werden müssen“.
Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass die gute Zusammenarbeit mit dem Land zum Erfolg des Börsenplatzes beigetragen habe. Die enge Vernetzung aller Beteiligten am Standort sorge dafür, dass der Finanzplatz Stuttgart gut aufgestellt und ein Motor für die Wirtschaft sei. Aus diesem Grund müsse der Finanz- und Börsenplatz in enger Zusammenarbeit mit der Landesregierung kontinuierlich weiter entwickelt werden.
Börse Stuttgart verzeichnet im August hohes Umsatzniveau01.09.2011. Im August 2011 setzte die Börse Stuttgart nach Orderbuchstatistik 12,7 Milliarden Euro um. Dies war das höchste Handelsvolumen, das die Börse Stuttgart innerhalb der letzten drei Jahre verzeichnen konnte. Stark volatile Märkte sorgten dafür, dass sich das hohe Volumen des Vormonats abermals um über 52 Prozent steigerte.
Mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes entfiel auf den Handel mit verbrieften Derivaten. In dieser Handelsklasse wurden 73 Prozent mehr umgesetzt als im Vormonat. Insgesamt belief sich das Handelsvolumen mit Hebel- und Anlageprodukten auf über 7,3 Milliarden Euro. Anlageprodukte machten dabei einen Umsatzanteil von über 3,7 Milliarden Euro aus. Hebelprodukte steuerten insgesamt 3,6 Milliarden Euro zum Gesamtumsatz bei.
Im Anleihenbereich betrug das Handelsvolumen im August 2,3 Milliarden Euro und lag somit leicht unter dem Umsatz im Juli. Verglichen mit dem August des Jahres 2010 war der Umsatz allerdings um rund 28 Prozent höher. Insgesamt wurden im Anleihenhandel seit Jahresbeginn über 21,3 Milliarden Euro umgesetzt.
Mit über 1,1 Milliarden Euro Umsatz erreichte der Handel mit ETFs und ETCs an der Börse Stuttgart einen neuen Höchststand. Der bisherige Umsatzrekord vom März 2011 (781,6 Millionen) wurde dabei um fast 49 Prozent übertroffen. Auch Investmentfonds legten mit einem Monatsumsatz von 196,5 Millionen Euro deutlich zu. Im Vergleich zum Vormonat wurden dort annähernd 177 Prozent mehr umgesetzt. Insgesamt lag der Umsatz bei Fonds im August bei mehr als 1,3 Milliarden Euro.
Auch das Handelsvolumen im Aktienhandel war im August auf sehr hohem Niveau. Mit über 1,6 Milliarden Euro kann die Börse Stuttgart den höchsten Umsatz seit Mai 2006 (1,7 Milliarden Euro) vorweisen. Im Vergleich zum Vormonat verzeichnete der Aktienbereich einen Umsatzzuwachs von 61 Prozent – verglichen mit dem Vorjahresmonat sogar einen Zuwachs von über 145 Prozent. Mit rund 1,4 Milliarden Euro hatten Inlandsaktien den größten Anteil an diesem Spitzenumsatz.
Quelle: Börse Stuttgart
Bürgschaftsbank Baden-Württemberg: 2011 wird das Jahr der Existenzgründer25.08.2011. Nach dem 2010er-Gründerboom begleitet die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg in den ersten sieben Monaten des Jahres noch einmal fast 10 Prozent mehr Existenzgründungen.
Geht es der Wirtschaft gut, gründen weniger Menschen ihr eigenes Unternehmen. Das galt bislang. Doch nun geht der Gründerboom bei der Bürgschaftsbank weiter. „2010 ließ sich die 33-prozentige Steigerung bei Gründungen und Nachfolgen noch mit der schwierigen Situation am Arbeitsmarkt erklären", sagt Bürgschaftsbank-Vorstand Dirk Buddensiek. Im Aufschwungjahr 2011 hat die Bürgschaftsbank in den ersten sieben Monaten mit einer fast 10-prozentigen Steigerung noch einmal mehr Neugründungen mit Bürgschaften und Garantien begleitet. „Aus unserer Sicht ein Zeichen dafür, dass der Aufschwung robust ist und die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer die wirtschaftliche Lage im Land sehr positiv bewerten", sagt Buddensiek.
2011: Gründungen gestiegen - Nachfolgegeschehen normalisiert
Der Existenzgründungsboom 2010 wurde im Wesentlichen von den Unternehmensnachfolgen getragen. „Während der Krise – also 2009 – trauten sich nur wenige an einen Unternehmenskauf", so Buddensiek. Mit insgesamt 501 Nachfolgeregelungen (2009: 394) wurde dieser Stau 2010 abgebaut. Im gleichen Jahr begleitete die Bürgschaftsbank 784 Neugründungen (2009: 569).
In den ersten sieben Monaten 2011 normalisiert sich das Nachfolgegeschehen mit 262 (Vorjahreszeitraum: 320). Die Zahl der begleiteten Existenzgründungen wächst jedoch weiter – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 464 auf 504 – eine Steigerung von fast zehn Prozent. Das von der Bürgschaftsbank begleitete Kreditvolumen bei den Neugründungen stieg von 37 auf 42 Millionen Euro.
Quelle: Bürgschaftsbank Baden-Württemberg
Die Deutsche Kreditwirtschaft: Waehrungsunion ist die beste aller Alternativen18. August 2011. Ein klares Bekenntnis zur Europaeischen Wirtschafts- und Waehrungsunion hat heute Die Deutsche Kreditwirtschaft (kurz DK) in Berlin abgegeben. „Der Euro hat sich als stabile Waehrung etabliert und sich auch in vergangenen Jahren als krisenfest erwiesen", erklaerte Andreas Schmitz, Praesident des Bundesverbandes deutscher Banken als Federfuehrer fuer Die Deutsche Kreditwirtschaft. „Die wirtschaftlichen Stoerungen waeren ohne gemeinsame Waehrung in Deutschland ungleich staerker ausgefallen", erklaerte Schmitz. Die Waehrungsunion sei daher die beste aller Alternativen. Gleichwohl muesse das institutionelle Fundament des Euro gestaerkt werden.
Er forderte die Politik auf, gemeinsam an nachhaltigen Loesungen der aktuellen Schuldenkrise zu arbeiten. „Europa muss gemeinsam handeln und mit einer Stimme sprechen", so Schmitz. Der Fortbestand der Waehrungsunion muesse durch verbindliche finanzpolitische Leitplanken gesichert werden.„Wir wollen den Uebergang fuer Buerger und Unternehmen so einfach wie moeglich halten, dazu brauchen wir aber Rechtssicherheit." Die oeffentliche Hand forderte Schmitz auf, ihren Zahlungsverkehr fruehzeitig auf SEPA umzustellen. Nur so koenne die notwendige Akzeptanz entstehen. Banken und Sparkassen wuerden die Buerger zugleich noch intensiver als bisher ueber die neuen Verfahren informieren.
Aufgabe jedes Euro-Staates sei es, seiner fiskalpolitischen Eigenverantwortung nun entschlossen gerecht zu werden und auf dem Weg zum Haushaltsausgleich zuegig Fortschritte zu erzielen.
Im Hinblick auf den Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA) forderte Schmitz eine klare rechtliche Grundlage zur Umstellung der bestehenden Einzugsermaechtigungen auf die SEPA-Lastschrift.
Die Deutsche Kreditwirtschaft ist der neue Name fuer den Zusammenschluss der fuenf kreditwirtschaftlichen Spitzenverbaende in Deutschland (Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Bundesverband deutscher Banken, Bundesverband Oeffentlicher Banken Deutschlands, Deutscher Sparkassen- und Giroverband, Verband deutscher Pfandbriefbanken). Der neue Name loest die bisherige Bezeichnung Zentraler Kreditausschuss (ZKA) ab.
Presseinformation, Die Deutsche Kreditwirtschaft Bundesverband deutscher Banken e.V.
W&W liegt mit Halbjahresergebnis über Plan
12.08.2011. Der Vorsorge-Spezialist Wüstenrot & Württembergische (W&W) weist im ersten Halbjahr 2011 ein Ergebnis über Plan aus. Das Neugeschäft wurde im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum über fast alle Sparten gesteigert. Die Folgen der anhaltenden Schuldenkrise in den sogenannten PIIGS-Staaten konnte die Stuttgarter Finanzdienstleistungsgruppe bislang vergleichsweise gut verkraften. Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Unsicherheiten an den Märkten hat sich die vorsichtige Grundhaltung der W&W-Gruppe bestätigt. Das Zukunftsprogramm „W&W 2012“ bleibt auf Kurs.
Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung der Wüstenrot& Württembergische AG:
IHK veröffentlicht aktuelle Wirtschaftszahlen11.08.2011. Die IHK Region Stuttgart sammelte die Zahlen zum Arbeitsmarkt sowie zum Verarbeitenden Gewerbe für die Region Stuttgart, für Baden-Württemberg und für Deutschland sowie Angaben zur Änderung des Preisniveaus in Baden-Württemberg und Deutschland.
Quelle: IHK Region Stuttgart, Statistisches Landesamt, Bundesagentur für Arbeit, Verbraucherpreisindex
Zur Übersicht der IHK
Südwesten zählt mit die wenigsten Firmenpleiten04.08.2011. Stuttgart/Hamburg - In der Rangliste mit den wenigsten Firmeninsolvenzen hat Baden-Württemberg aufs Neue einen Spitzenplatz belegt. In der ersten Hälfte des laufenden Jahres kamen auf 10.000 Unternehmen im Südwesten nur 35 Pleiten, wie die Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel am Donnerstag mitteilte. Das ist Platz zwei in dem bundesweiten Ranking, das Bürgel jeden Monat erhebt. Besser schnitten in den ersten sechs Monaten nur die Bayern ab. Sie kamen auf 32 neu angemeldete Insolvenzverfahren pro 10.000 Firmen.
Zum Vergleich: Der bundesweite Durchschnitt lag im ersten Halbjahr bei 48 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen. Negativer Spitzenreiter ist einmal mehr Bremen (91 Fälle). Auch in Sachsen-Anhalt (84) und in Sachsen (73) ist die Lage im Ländervergleich angespannt. Insgesamt hat sich die Situation aber wegen der verbesserten Konjunktur erholt.
Unangefochten auf Rang eins liegt Baden-Württemberg beim Rückgang der Firmenpleiten: Minus 19 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010 sind der beste Wert. Bundesweit gab es ein Minus von 11 Prozent. In allen Ländern bis auf Bremen (plus 6 Prozent) gab es Rückgänge.
In der Wirtschaft werden Auskunfteien wie Bürgel genutzt, um etwa die Finanzkraft von Geschäftspartnern einzuschätzen. Bürgel erstellt die Insolvenzstatistik auch für die Verbraucherinsolvenzen. Eine andere große Auskunftei, die Statistiken erhebt, ist Creditreform. Quelle: Landesportal Baden-Württemberg/ dpa/ lsw
StZ Wirtschaft Kompakt: Konjunkturhoch im Südwesten hält an

28.07.2011 Die Wirtschaft in Baden-Württemberg brummt kräftig und wird das bis zum Herbst tun. Für das laufende Jahr erwartet das Statistische Landesamt ein Wirtschafts-wachstum von rund vier Prozent, berichtete Präsidentin Carmina Brenner in Stuttgart. Das Tempo der wirtschaftlichen Erholung im Land sei sehr beachtlich. Brenner warnte aber vor Euphorie. Es zeichne sich mehr und mehr ab, dass der Scheitelpunkt des Booms in Sicht sei. In der zweiten Jahreshälfte werde sich das Wachstum verlangsamen.
Das reale Wachstum im Südwesten dürfte nach Einschätzung der Statistiker über dem Bundesdurchschnitt liegen. Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid (SPD) sagte, die Konjunkturaussichten seien glänzend und die Wirtschaft habe wieder das Vorkrisenniveau erreicht. „Unternehmen und Arbeitnehmer haben sich mit guten Ideen und viel Fleiß das Comeback Baden-Württembergs nach der Krise hart erarbeitet.“ Wichtig für das Land ist aus Schmids Sicht, dass die Bürger den Aufschwung spürten. Der wurde nach Angaben der Statistiker vom Export und auch der wieder erstarkten Binnennachfrage getragen. Eine besonders starke Nachfrage aus dem Ausland gebe es beispielsweise nach Werkzeug- und Baumaschinen und auch Teilen für den Fahrzeugbau.
CDU-Landtagsfraktionschef Peter Hauk erklärte, die schwarz-gelbe Vorgängerregierung habe in Zeiten der Wirtschaftskrise mit ihrer Politik die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen. „Ich fordere die grün-rote Landesregierung auf, den für die Wirtschaft und die Bürgerinnen und Bürger eingeschlagenen Weg einer verantwortungsvollen Wirtschafts- und Finanzpolitik nicht zu verlassen“, sagte er.
Die gute Wirtschaftslage machte sich auch positiv auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Im Juni betrug die Arbeitslosenquote 3,9 Prozent – auch wenn sie im Juli saisonbedingt wieder leicht stieg. In einigen Kreisen sei Vollbeschäftigung in Sicht, sagte Brenner. Sie wies darauf hin, dass eine Kehrseite der guten Konjunktur der Anstieg der Verbraucherpreise sei. Die höchste Teuerungsrate gegenüber dem Vorjahr gab es im April mit 2,6 Prozent.
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StZ Wirtschaft Kompakt: „Bankenregulierung trifft Mittelstand“

Die Sparkassen im Südwesten warnen vor künftigen Kreditproblemen.
27.07.2011 Die Sparkassen im Südwesten sehen mit der Bankenregulierung Kreditprobleme auf den Mittelstand zukommen. Allein die Reformpläne für die Absicherung der Spareinlagen würden nach derzeitigen Berechnungen pro Jahr zusätzlich mit etwa 70 Millionen Euro zu Buche schlagen, sagte der Präsident des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg, Peter Schneider, heute in Stuttgart. Dazu kämen acht Millionen Euro Bankenabgabe. Die zusammen knapp 80 Millionen Euro pro Jahr werden das Ergebnis des Verbandes direkt schmälern.
Als Folge könnten Kredite teurer werden. Zwar nannte Schneider keine konkreten Zahlen. „Aber für den Sektor insgesamt sehe ich schon die Gefahr, dass man immer mehr Beträge regulatorisch bindet.“ Die Abgaben stünden dann nicht mehr für das Eigenkapital zur Verfügung – daran bemisst sich bei den Sparkassen aber der Spielraum für ihre Kreditvergabe. „Und das wird spürbar sein“, sagte Schneider. Die Regeln seien unangebracht für die Sparkassen, die vor allem Mittelständler finanzieren, also die Realwirtschaft stützen. „Die richtig dicken Probleme haben aber die Kapitalmarktgeschäfte gemacht“, sagte Schneider. Für sie müsse mehr Absicherung her.
Als Lehren aus der Wirtschaftskrise gibt es für den Finanzsektor ein Bündel an neuen Vorgaben. Schon beschlossen ist die Bankenabgabe als Gebühr für einen Krisenfonds. Sie trifft die Sparkassen nicht so hart, weil viele von ihnen unter einer Ermessungsgrenze liegen. Noch nicht festgezurrt ist die neue Einlagen-sicherung für Sparvermögen. Dieser Schutz soll EU-weit vereinheitlicht werden. Nach derzeitigem Stand wären es Mehrbelastungen von rund 70 Millionen Euro für die Südwest-Sparkassen – Geld, das bei der Kreditvergabe fehlen könnte.
Für das laufende Jahr rechnet Schneider mit einem ähnlich guten Geschäfts-verlauf wie 2010, als das Vorsteuerergebnis bei rund 1,2 Milliarden Euro stagnierte. Im ersten Halbjahr seien die Einlagen der Kunden um 2,2 Prozent auf gut 110 Milliarden Euro gestiegen, sagte Schneider bei der Vorlage der Zahlen. Die Summe der vergebenen Kredite kletterte um 2,0 Prozent auf 99,5 Milliarden Euro. Besonders rund lief es bei den Kreditzusagen für Geld, das künftig erst an Unternehmen und Selbstständige fließen soll: dort gab es ein Plus von 21,8 Prozent.StZ Wirtschaft kompakt versorgt Sie täglich bis 17.00 Uhr (Mo-Fr) schnell und kompakt mit Topnachrichten der Region und überregionalen Wirtschaftsnews.
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StZ Wirtschaft Kompakt: Vetter wird auch Chef der BW-Bank

Der LBBW-Vorstandsvorsitzende tritt die Nachfolge von Joachim Schielke an
26.07.2011 Hans-Jörg Vetter, Vorstandsvorsitzen der der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), übernimmt zum Oktober zusätzlich den Vorstandsvorsitz der LBBW-Tochter Baden-Württembergische Bank (BW-Bank).
Dies habe der Aufsichtsrat der LBBW Ende der ver-gangenen Woche beschlossen, teilte die größte deutsche Landesbank mit.Damit werden die Führungsstrukturen innerhalb des Konzerns gestrafft. Vetter tritt die Nach-folge von Joachim Schielke an, der wie an gekündigt Ende September in den Ruhestand tritt. Außerdem übernimmt Vetter ab Oktober auch die Zuständigkeit von Schielke für das konzernweite Unternehmenskundengeschäft im LBBW-Vorstand.
Damit ist klar, dass der58-Jährige künftig eine deutlich größere Rolle im operativen Geschäft spielen wird als bisher. Denn der Chef der BW-Bank ist für die Kunden das Gesicht der Bank. Diese Rolle als wichtigster Verhandlungspartner hatte Schielke nach vorherrschender Einschätzung vor allem im Firmenkundengeschäft sehr gut ausgefüllt, obwohl die BW-Bank rechtlich betrachtet keineeigenständige Einheit ist, sondern nur die Marke, unter der die LBBW auftritt.StZ Wirtschaft kompakt versorgt Sie täglich bis 17.00 Uhr (Mo-Fr) schnell und kompakt mit Topnachrichten der Region und überregionalen Wirtschaftsnews.
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StZ Wirtschaft Kompakt: Ritter erzielt sattes Umsatzplus

Der Schokoladenhersteller kündigt Preiserhöhungen um einige Cent an.
25.07.2011 Trotz des nachlassenden Appetits auf Tafelschokolade in Deutschland hat der Hersteller Ritter (Ritter Sport) im ersten Halbjahr 2011 deutlich zugelegt. „Der Umsatz ist um etwa zehn Prozent auf mehr als 140 Millionen Euro gestiegen“, sagte Unternehmenschef Alfred T. Ritter. „Im Gesamtjahr rechnen wir mit einem Erlösplus im hohen einstelligen Prozent-bereich.“ Unter dem Strich habe Ritter in den ersten sechs Monaten schwarze Zahlen geschrieben. „Wenn nicht irgendwas ganz Schlimmes passiert, werden wir auch im Gesamtjahr Gewinn machen.“ Die Schokolade des Familien-unternehmens aus Waldenbuch wird wohl bald um einige Cent teurer. „Wir werden nicht an Preiserhöhungen vorbeikommen. Die Rohstoffkosten sind gestiegen, aber auch die Personalkosten und die Energiepreise“, sagte Ritter. Derzeit koste eine 100-Gramm-Tafelim Laden zwischen 65 und 89 Cent.
Seine Schokolade will Ritter auch weiterhin nur in Deutschland herstellen. „Wir haben eine Produktion im Ausland schon einmal durchgespielt. Aber Schokolade ist ein Qualitätsprodukt. Zu denken, man kann das in Billiglohnländern besser machen, ist einfach falsch.“ Ritter hat rund 900 Mitarbeiter weltweit, 800 davon in Deutschland. Die größten Konkurrenten des Familienunternehmens sind Kraft (Milka), Ferrero (Kinderschokolade) und Lindt & Sprüngli. „Der Nachteil ist, dass wir in Deutschland so wenige Kunden haben. Es sind fünf Handelsunternehmen, die zu über 80 Prozent bestimmen, was im Laden liegt, und die machen gewaltig Druck auf die Preise“, sagte Ritter.
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StZ Wirtschaft Kompakt: Trumpf steigert Umsatz um die Hälfte

Der Maschinenbauer verbucht das zweitbeste Jahr der Firmengeschichte.
22.07.2011 Der Maschinenbauer Trumpf startet mit prall gefüllten Orderbüchern ins neue Geschäftsjahr und sucht mehrere Hundert Mitarbeiter. Im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 flatterten dem Laserspezialisten neue Aufträge im Wert von 2,22 Milliarden Euro ins Haus – so viele wie nie zuvor in der Unternehmensgeschichte. Weltweit seien rund 500 offene Stellen zu besetzen, teilte Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller mit. Gefragt sind vor allem Ingenieure, Techniker und Softwareentwickler. Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr schuf der Maschinenbauer dank der wieder brummenden Konjunktur mehr als 600 neue Arbeitsplätze. Die Zahl der Trumpf-Mitarbeiter weltweit stieg bis Ende Juni 2011 auf rund 8550.
Der Umsatz legte vorläufigen Zahlen zufolge um 51 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro zu. „Angesichts des tiefen Tals, in das die weltweite Krise den deutschen Maschinenbau gestürzt hatte, ist dieser Anstieg überaus erfreulich“, teilte Leibinger-Kammüller mit; sie bezeichnete das abgelaufene Jahr als das zweit-erfolgreichste in der Geschichte von Trumpf. „Die Lücke zu den Rekordergebnissen von vor der Krise haben wir praktisch geschlossen.“ Im Rekordjahr 2007/08 hatte der Maschinenbauer 2,2 Milliarden Euro erlöst.Nach einem Vorsteuerverlust von 59 Millionen Euro im Krisenjahr 2009/10 kehrte Trumpf auch wieder in die Gewinnzone zurück. „Wir erwarten ein Ergebnis in dreistelliger Millionenhöhe“, sagte Leibinger-Kammüller. Die gesamte Bilanz will das Unternehmenam19. Oktober vorlegen.
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StZ Wirtschaft Kompakt: Sach- und Unfallversicherer

Branche erhofft mehr Gewinn
21.07.2011 Der heftige Preiskampf in der Kfz-Versicherung scheint gestoppt. Zum ersten Mal seit sieben Jahren werde es den deutschen Versicherern 2011 gelingen, höhere Prämien für Haftpflicht- und Kaskopolicen durchzusetzen, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. Die steigenden Prämien in der größten Sparte machen die Sach-und Unfallversicherer zuversichtlich: Fürs laufende Jahr rechnet der Verband mit einer Zunahme der Beitragseinnahmen um 2,4 Prozent. 2010 war die Branche nur um 0,7 Prozent gewachsen.
Nach zwei Jahren mit Gewinnrückgängen werde in diesem Jahr auch der versicherungs-technische Gewinn wieder steigen: auf 1,8 Milliarden Euro. „Die wetterbedingten Schäden sind in diesem Jahr deutlich zurückgegangen“, heißt es beim GDV. 2010 hatten Frost, Winterstürme und Überschwemmungen die Kosten zur Regulierung der Schäden um 3,1 Prozent nach oben schnellen lassen, 2011 rechnet die Branche nur mit Kostensteigerungen um 0,2 Prozent. Für die steigenden Gewinne hauptverantwortlich ist aber der geringere Verlust in der Kraftfahrt-versicherung.
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StZ Wirtschaft Kompakt: LBS sieht Bauspar-Renaissance

Landesbausparkasse verbucht ihr bisher zweitbestes Halbjahresergebnis.
20.07.2011 Getrieben vom Wirtschaftswachstum und der Eurokrise sieht sich Baden-Württembergs Landes-bausparkasse (LBS) auf ein starkes Jahr zusteuern. „Wir glauben, dass die gute Konjunktur und die Unsicherheit an den Kapitalmärkten unserer Kernkompetenz zugutekommt“, sagte Vorstandschef Tilmann Hesselbarth. Die Menschensuchten wieder beständige Anlageformen und auch der Immobilienmarkt wachse langfristig. „Wir sehen eine Renaissance des Bausparens.“
Das positive Umfeld spiegelt sich auch in der Halbjahresbilanz: Zwischen Januar und Ende Juni vermittelte die LBS Baden-Württemberg Verträge im Volumen von 3,46 Milliarden Euro – ein Plus von 3,4 Prozent gegenüber der ersten Jahreshälfte 2010. Die Zahl der neu abgeschlossen-en Verträge stieg auf 102 180, was einem Plus von 2,3 Prozent entspricht. Es sei das zweitbeste Halbjahresergebnis in der Geschichte der LBS, die 2000 aus der Fusion der beiden Landes-bausparkassen im Land hervorgegangen war. Für das Gesamtjahr erwartet die LBS ein Betriebs-ergebnis von 71,2 Millionen Euro – nach 69 Millionen Euro im Vorjahr. Bei einem stagnierenden Provisions-aufwand soll das mit einem geringeren Verwaltungsaufwand erreicht werden.
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StZ Wirtschaft Kompakt: Daimler startet Autobank in Indien

Die Tochter soll unter dem Namen Mercedes-Benz Financial auftreten.
19.07.2011 Autobauer Daimler bietet seine Finanzdienstleistungen seit heute auch in Indien an. Auf dem Wachstumsmarkt will die Tochter „Daimler Financial Services India“ in den nächsten fünf Jahren Verträge im Wert von einer halben Milliarde US-Dollar (etwa 355 Mio Euro) erlösen, wie die Daimler AG in Stuttgart zum Marktstart der neuen Landesgesellschaft mitteilte. „Zwei von fünf weltweit zugelassenen Mercedes-Benz Pkw und jedes vierte Nutzfahrzeug des Daimler-Konzerns weltweit werden über Daimler Financial Services finanziert oder geleast. Wir wollen diese Erfolgsgeschichte so schnell wie möglich auch in Indien fortschreiben“, sagte Klaus Entenmann, Vorstandschef der Daimler Financial Services (DFS) AG, die unter dem Daimler-Dach firmiert. Die Anfangsinvestition liege bei 50 Millionen US-Dollar (36 Millionen Euro).
Die Indien-Tochter wird unter der Marke Mercedes-Benz Financial auftreten. Sie bietet Unternehmen, Autohändlern und Kunden, die sich in Indien für einen Mercedes entscheiden, Finanzierungsmöglichkeiten, Leasing und Versicherungen an – also klassische Autobank-Produkte. Der Markt sei groß, heißt es bei DFS. „75 Prozent der indischen Pkw-Käufer finanzieren ihr Fahrzeug“, sagte Peter Honegg, Geschäftsführer von Mercedes-Benz India, laut Mitteilung. 2010 seien in Indien 5800Fahrzeuge abgesetzt worden, 2012 geht Daimler auch mit seiner Lkw-Marke Bharat Benz an den Start – auch sie soll dann die Finanz-dienstleistungen der neuen Indien-Tochter nutzen. Daimler Financial Services (DFS) ist weltweit in 40 Ländern aktiv und kam Ende 2010 auf ein Vertrags- volumen von 63,7 Milliarden Euro.
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StZ Wirtschaft Kompakt: „Konjunkturaussichten sind günstig“

Die Bundesbank stellt der deutschen Wirtschaft ein gutes Zeugnis aus.
18.07.2011. Die deutsche Wirtschaft bleibt nach Einschätzung der Bundesbank mittelfristig auf Wachstumskurs. Zwar werde die jüngste Euphorie zunehmend gebremst – insbesondere bei den Exporten, heißt es im Monatsbericht Juli, den die Notenbank heute veröffentlichte. „Die weiter expandierende Beschäftigung und die zunehmende Sachkapitalbildung sind aber Zeichen dafür, dass die mittelfristigen Konjunkturperspektiven weiterhin als günstig eingeschätzt werden.“ Der private Verbrauch habe sich weiter belebt. „Die konjunkturellen Antriebskräfte verlagern sich in Deutschland zunehmend auf die Binnenwirtschaft“, schreiben die Experten.
Doch auch Deutschlands Exporteure profitierten nach Erkenntnissen der Bundesbank stärker von der konjunkturellen Erholung als die übrigen großen Volkswirtschaften des Euroraums. „In den vier großen Mitgliedsländern des Euroraums war lediglich die Entwicklung der spanischen Ausfuhren ähnlich dynamisch, während französische und italienische Exporteure erheblich geringere Zuwächse erzielten.“ Der Wachstumsvorsprung der deutschen Exportwirtschaft sei sowohl bei den Waren als auch bei den Dienstleistungen zu beobachten gewesen. Das zeige sich auch am Beispiel China, das als Absatzmarkt für die Europäer generell wichtiger werde.
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StZ Wirtschaft Kompakt: Aktie von Hugo Boss auf Rekordkurs

Der Modekonzern hat seine Ziele für 2011 deutlich nach oben geschraubt.
15.07.2011. Der Modekonzern Hugo Boss hat dank glänzender Geschäfte in China und den USA seine Ziele für 2011 nach oben geschraubt. Die Aktien des M-Dax-Unternehmens erzielten darauf heute neue Rekorde. Am Mittag lagen die Papiere um mehr als sechs Prozent höher bei 76,52 Euro. In der Spitze waren sie bis auf 77,00 Euro in die Höhe geschnellt.
Hugo Boss hatte gestern Abend nach Handelsschluss mitgeteilt, der Umsatz werde im Gesamtjahr währungsbereinigt voraussichtlich um 15 bis 17 Prozent steigen. Bisher hatte Boss ein Plus von mindestens zwölf Prozent angepeilt (Erlöse 2010: 832 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) und vor Sondereffekten werde voraussichtlich um 25 bis 30 Prozent nach oben klettern. Hier hatte das Ziel bisher nur bei mindestens 15 Prozent gelegen. (2010: 350 Millionen Euro). Als Grund für die gestiegenen Erwartungen nannte der Modekonzern bessere Geschäfte als erwartet im zweiten Quartal. Die Erlöse legten von April bis Juni währungsbereinigt um 29 Prozent auf 405 Millionen Euro zu. Das bereinigte Ebitda legte von 31Millionen auf 63 Millionen Euro zu. Das Konzernergebnis sprang von sechs Millionen auf 31 Millionen Euro deutlich nach oben. Im ersten Halbjahr 2011 steigerte der Modekonzern den Umsatz um 23 Prozent auf 945 Millionen Euro.
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StZ Wirtschaft Kompakt: Horváth & Partners plant Wachstum

Die Unternehmensberatung will alte Rekordwerte wieder erreichen.
14.07.2011. Die Stuttgarter Unternehmensberatung Horváth & Partners will innerhalb von zwei Jahren wieder auf das Niveau kommen, das vor der Finanz- und Wirtschaftskrise schon einmal erreicht war. Nachdem im Geschäftsjahr 2010/11 (31. März) die Erlöse um knapp fünf Prozent auf 80,3 Millionen Euro geschrumpft sind, peilt Vorstandssprecher Bernd Gaiser per Ende März 2013 wieder die 100-Millionen-Euro-Marke an; im Geschäftsjahr 2008/09 hatte Horváth & Partners einen Rekordumsatz von 103,3 Millionen Euro.
Die erste Hälfte des Weges zurück zum alten Niveau soll im laufenden Jahr bewältigt werden. Gaiser: „Wir sehen nach dem ersten Quartal sehr positive Signale in wesentlichen Indikatoren.Wir sind wieder zurück auf Wachstumskurs.“ Den Umsatzrückgang im vergangenen Jahr erklärt Gaiser mit einem Sondereffekt. So haben Kunden Aufträge für Änderungen in der Datenverarbeitung verschoben, was Horváth & Partners unter dem Strich aber „nur“ Umsatz gekostet hat, weil diese Arbeiten üblicherweise an Unterauftragnehmer vergeben werden. Zudem gingen in Ungarn im Zuge des Amtsantritts der Regierung Orbán Regierungsaufträge verloren; mittlerweile wächst das Geschäft aber wieder. Die Stuttgarter, die auf Strategie- und Prozessberatung sowie Controlling spezialisiert sind, hatten zuletzt 410 Mitarbeiter. Per 1. April 2011 wurden gut 40 Neueinstellungen vorgenommen; weitere sollen folgen.
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StZ Wirtschaft Kompakt: LBBW startet Immobilienverkauf

Das Bieterverfahren um die 21 500Wohnungen der Bank ist eingeläutet.
13.07.2011. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)hat den Startschuss für den Verkauf ihrer milliardenschweren Immobilientochter gegeben. Erste Informationen über die LBBW Immobilien GmbH mit ihren 21 500 Wohnungen und300 Mitarbeitern seien „in diesen Tagen“ an mögliche Kaufinteressenten gegangen, teilte die Landesbank heute in Stuttgart mit. Der Verkauf der Tochter beruht auf einer EU-Vorgabe: Diese hatte die Veräußerung zur Bedingung für die Zukunft gemacht, als die Bank in der Finanzkrise von der öffentlichen Hand mit Milliardenbeträgen gestützt wurde. Die LBBW berichtete heute, der Deal solle „möglichst bis Ende des Jahres abgeschlossen“ sein. Ein „ausführliches Verkaufsdokument“ werde in einigen Wochen folgen. Die dem Verkauf vorangehende Feinanalyse der Objekte mit ihrer vertieften Prüfung zu Wert und Risiken werde voraussichtlich im Herbst erfolgen.
Die Wohnungen befänden sich fast alle in Baden-Württemberg. Außerhalb des Landes zähle das Portfolio 1400 Wohnungen, vor allem in Wiesbaden, München, Berlin und Erfurt. Die EU-Auflage sieht den Verkauf bis spätestens Ende 2012 vor. Der LBBW zufolge schreibe die EU vor, dass „das insgesamt beste Angebot den Zuschlag erhält“. Was das im Detail bedeutet – und wie ausschlaggebend der gebotene Preis dabei ist – wollte ein Sprecher der Bank heute auf Anfrage nicht sagen. In der Mitteilung der Bank heißt es zu den Vorgaben nur: „Dabei ist sich die LBBW ihrer Verantwortung gegenüber den Mietern und den Mitarbeitern bewusst.“
Bereits Anfang Juni hat ein Konsortium um die Stuttgarter GWG-Gruppe erklärt, für die LBBW-Immobilien bieten zu wollen. Die GWG (Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau Baden-Württemberg AG) hält mit 59,9 Prozent die Mehrheit an dem Bieter-Zusammenschluss. Die Gruppe wiederum ist zu 98,2 Prozent Eigentum der R+VVersicherungen.
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StZ Wirtschaft Kompakt: Inflation weiterhin über zwei Prozent

Hohe Energiepreise halten die Teuerungsrate über dem kritischenWert.
12.07.2011. An der Preisfront ist keine Entspannung in Sicht. Teure Energie hält die Inflation in Deutschland im fünften Monat in Folge über der kritischen Zweiprozentmarke. Volkswirte rechnen damit, dass sich die Lage in den nächsten Monaten noch verschärfen wird. Im Juni lag die jährliche Teuerungsrate wie im Mai bei 2,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden heute mitteilte. Von Mai auf Juni dieses Jahres zogen die Verbraucherpreise leicht um 0,1 Prozent an. Die Behörde bestätigte damit ihre vorläufige Schätzung von vor zwei Wochen. Damit überschreitet Deutschland erneut die Warnschwelle der Europäischen Zentralbank (EZB): Die Währungshüter sehen stabile Preise bei Werten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet.
Die EZB selbst erwartet nach ihren jüngsten Prognosen für den Euroraum, dass die Preise in diesem Jahr deutlich stärker anziehen werden als bislang angenommen: Getrieben von einem Schub bei den Energie- und Rohstoffpreisen werde die Inflation im laufenden Jahr auf 2,6 Prozent (Spanne: 2,5 bis 2,7) zulegen.
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StZ Wirtschaft Kompakt: LBBW widerspricht Aufsichtsrat

Die Landesbank betont, sie habe keine Griechenland-Anleihen verkauft.
11.07.2011. Um das Griechenland-Engagement der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) ist eine kontroverse Diskussion entfacht, in der sich Sparkassen-Präsident und Bankaufseher Peter Schneider und die Bank selbst widersprechen. Schneider hatte in dem Anfang Juli erschienenen regionalen Wirtschaftsmagazin „Econo“ gesagt, jedes Institut baue gegenwärtig seine Griechenland-Anleihen ab und die LBBW verhalte sich wie die gesamte Branche. Indirekt bestätigte er damit, dass die staatlich kontrollierte Bank ihr Griechenland-Portfolio in etwa halbiert habe. Konkrete Zahlen nannte der Vorsitzende des Risikoausschusses im LBBW-Aufsichtsrat nicht.
Da das „Econo“-Interview in leicht veränderter Form heute im „Handelsblatt“ erschienen ist, reagierte die Landesbank mit einem Dementi auf die Kernaussagen Schneiders. „Die Aussage, die LBBW habe griechische Staatsanleihen verkauft, ist nicht korrekt“, heißt es in der Presseerklärung. „Die Bank hat keine Staatsanleihen Griechenlands verkauft.“ Auf Nachfrage erklärte ein Sprecher, das Institut habe sich seit dem Sommer 2010 nicht von solchen Papieren getrennt. Damals hatte die Finanzwirtschaft unter Führung von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann erklärt, die Institute wollten Griechenland weiter Kredite gewähren.
Aus den im Juli 2010 veröffentlichten Stresstestergebnissen geht hervor, dass die LBBW griechische Anleihen im Wert von 1,4 Milliarden Euro gezeichnet hat. Ende März belief sich das Engagement der Bank in den problematischen Euroländern wie Griechenland, Portugal und Spanien auf neun Milliarden Euro. Dies hatte Vorstandschef Hans-Jörg Vetter Ende April öffentlich erklärt. Engagements in den kriselnden Euroländern würden abgebaut.
Der Sparkassenverband zeigte sich verärgert über das „Handelsblatt“-Interview, von dem man keine Kenntnis gehabt habe. Den Aussagekern stellt der Verband aber nicht in Abrede. Schneiders Aussagen bezögen sich auf das vergangene Jahr und das erste Quartal dieses Jahres, erklärte ein Sprecher.
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StZ Wirtschaft Kompakt: Verbraucherinsolvenzen - Zahl im April stark gesunken

08.07.2011. Durch den anhaltenden Aufschwung ist die Zahl der Verbraucherinsolvenzen im April so stark gesunken wie seit fast zweieinhalb Jahren nicht mehr. Die deutschen Amtsgerichte meldeten 8063 Insolvenzen und damit 8,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das war der stärkste Rückgang seit Januar 2009, teilte das Statistische Bundesamt heute mit. „Der positive Trend ist auf die stark sinkende Arbeitslosigkeit zurückzu- führen“, sagte der Experte der Wirtschaftsauskunftei Creditreform, Michael Bretz. „Denn Arbeitslosigkeit ist der Schuldenauslöser Nummer eins.“ Allerdings führt Creditreform die Entwicklung teilweise auch auf die Diskussionen um eine Änderung des Insolvenzverfahrens zurück, nach der Verbraucher schon binnen drei und nicht wie derzeit in sechs Jahren ihre Schulden loswerden können. „Verbraucherberater raten deshalb zum Abwarten“, sagte Bretz. Die Zahl der Firmenpleiten sank mit 7,4 Prozent auf 2587 ebenfalls kräftig.
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StZ Wirtschaft Kompakt: Schwäbisch Hall baut Marktanteil aus

Die Bausparkasse verstärkt ihre Aktivitäten in China.
07.07.2011. Die größte deutsche Bausparkasse Schwäbisch Hall hat im ersten Halbjahr ihren Marktanteil ausgebaut. Er liege jetzt schätzungsweise bei rund 29 Prozent, sagte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Matthias Metz, am Mittwochabend in Stuttgart. „Wir haben noch nicht alle Zahlen der Wettbewerber“, schränkte er ein. Ende 2010 war Schwäbisch Hall auf 28,6 Prozent gekommen. Die Zuwachsrate von 25 Prozent im Bruttoneugeschäft (470 000 Verträge, 17,6 Milliarden Euro Bausparsumme) habe Schwäbisch Hall „früher im ganzen Jahr nicht erreicht“, sagte Metz. Im ersten Halbjahr 2010 habe sie etwa zwölf Prozent betragen.
Zum 30. Juni betreute die genossenschaftliche Bausparkasse nach eigenen Angaben 6,8 Millionen Kunden, die 7,6 Millionen Verträge mit einer Bausparsumme von insgesamt 243 Milliarden Euro abgeschlossen haben. Der Vorjahreswert belief sich auf 225 Milliarden Euro. Getrieben werde das Wachstum durch die Befürchtungen vieler Bürger, dass die Teuerungs- rate und die Zinsen weiter steigen könnten, sagte der Schwäbisch-Hall-Chef. Da 90 Prozent der Kunden ihre Verträge zum Kauf oder Erhalt von Wohneigentum nutzen wollten, sei das Bedürfnis nach kalkulierbaren Zinssätzen groß. Wachsende Bedeutung habe für die Bausparkasse zudem der Bedarf an Energiesparmaßnahmen. Zwei Drittel der Bauspargelder verwendeten die Kunden für Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen, die in den meisten Fällen zwischen 30 000 und 40 000 Euro kosteten.
Nach dem Beginn der Aktivitäten in China, wo Schwäbisch Hall zusammen mit der China Construction Bank seit 2004 in der Provinz Tianjin Bausparverträge vertreibt, haben die Haller nun die Genehmigung für die Metropole Chongqing erhalten. „Wir planen für den chinesischen Markt sehr konservativ“, sagte Metz. Nach sieben Jahren habe die Bausparkasse nun ihre Vorlaufkosten für das dortige Engagement wieder eingespielt. In Chongqing konzentriere sich das Unternehmen auf den sozialen Wohnungsbau. Die Bausparverträge dienten dazu, Mieter beim Kauf ihrer Wohnungen zu unterstützen. Konkrete Prognosen für das China-Geschäft machte Metz nicht.
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StZ Wirtschaft Kompakt: LBBW wieder auf „Pfad der Tugend“

Vorstandschef Vetter präsentiert der Stadt Stuttgart bessere Zahlen.
06.07.2011. Der Vorstandsvorsitzende der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), Hans-Jörg Vetter, hat gestern im Verwaltungsausschuss der Stadt Stuttgart den Jahresabschluss für 2010 vorgestellt und den Stand beim momentanen Umbau des Konzerns erläutert. Das Geschäftsjahr sei geprägt gewesen von der Umsetzung des Restrukturierungsplans. „Die Ziele für das vergangene Jahr sind erreicht worden“, betonte Vetter. Insgesamt sei die LBBW in ihrer Geschäftspolitik wieder auf den „Pfad der Tugend“ zurückgekehrt.
Eckpunkte der Restrukturierung sind die Reduzierung der Bilanzsumme um 40 Prozent, die Konzentration auf das Kundengeschäft und der Abbau von 2500 Stellen. Knapp 1250 Austritte seien bereits vereinbart worden, so Vetter. Der Jahresüberschuss von 284 Millionen Euro sei vor allem dafür verwendet worden, die durch Verluste reduzierten stillen Einlagen und Genussscheine teilweise wieder aufzufüllen; eine Gewinnausschüttung an die Eigner erfolgt nicht. Die laufende Verzinsung der stillen Einlagen und Genussrechte konnte auch für 2010 nicht erbracht werden. Insgesamt beträgt die künftig zu schließende Lücke knapp 1,1 Milliarden Euro. Der Vorstand geht davon aus, dass die verbleibende Herabsetzung in den Folgejahren durch Gewinne wieder aufgeholt und ausgefallene Zinszahlungen nachgeholt werden.
Bisher seien rund 80 Millionen Euro Zinsen ausgefallen, so der Finanzbürgermeister Michael Föll. Dieses Geld wird nach den vertraglichen Regelungen aus künftigen positiven Ergebnissen nachbezahlt. Trotzdem muss die Stadt, die im laufenden Jahr eigentlich Zahlungen der LBBW in Höhe von 103 Millionen Euro für die Verzinsung stiller Einlagen und eine Gewinnausschüttung veranschlagt hat, kaum Ausfälle befürchten. Denn die Bank zahlt knapp 98 Millionen Euro an die Stadt als Garantiegebühr für die Risikoabschirmung in Höhe von 12,7 Milliarden Euro, an der sich auch die Landeshauptstadt beteiligt hat.
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StZ Wirtschaft Kompakt: Auf dem Weg zum Musterknaben

Die deutsche Defizitquote wird wohl schon 2011 unter zwei Prozent fallen.
05.07.2011 Mitten in der Euroschuldenkrise wartet Deutschland mit einer positiven Überraschung auf. Schon dieses Jahr werde das Staatsdefizit unter zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes fallen, heißt es im Vorwort für den Bundeshaushalt 2012. Damit würde die Dreiprozentgrenze des Eurostabilitätspaktes zwei Jahre früher als vorgeschrieben deutlich unterschritten. Nach der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Kabinettsvorlage erwartet die Regierung zudem ein höheres Wirtschaftswachstum als bisher. Am Zwang zum Sparen ändert sich allerdings nichts. Die Bundesregierung will den Haushalt 2012 und die mittelfristige Finanzplanung bis 2015 am Mittwoch verabschieden. Die letzten Beratungen im Bundestag sind für November geplant.
Dem Gesetzentwurf zufolge plant die Regierung 2012 Ausgaben von 306 Milliarden Euro – etwa so viel wie 2011. Zum Stopfen des Haushaltslochs nimmt sie 27,2 Milliarden Euro neue Kredite auf. Damit steht die Regierung besser da als bisher gedacht, ist aber noch ein gutes Stück von der Finanzlage vor der Wirtschafts- und Finanzkrise entfernt. In der Kabinettsvorlage wird der Defizitrückgang unter zwei Prozent auf den Aufschwung und die 2010 beschlossenen Schritte zur Haushaltssanierung zurückgeführt. Bisher war ein Defizit von zwei bis 2,5 Prozent erwartet worden.
Bei der Schuldenstandsquote, die den Anteil der bisher aufgelaufenen Kredite des Staates an der Wirtschaftsleistung eines Jahres misst, erwartet die Regierung dieses Jahr ebenfalls eine Trendwende. Sie lag 2010 bei 83,2 Prozent und soll bis 2015 auf 75,5 Prozent fallen. In der EU gilt eine Grenze von 60 Prozent. Griechenland liegt bei etwa 150 Prozent.
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StZ Wirtschaft Kompakt: Bündnis: Frauen den Weg erleichtern

Im Südwesten sollen mehr Frauen in typischen Männerberufen arbeiten.
04.07.2011. Für junge Frauen im Südwesten soll der Weg in typische Männerberufe schon bald ein Stück leichter werden. Dafür hat ein Bündnis aus Wirtschaft, Politik und Bildung ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet. Das Ziel sei, den Frauenanteil bei Jobs in der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (kurz Mint) spürbar zu erhöhen, erklärten die beiden Ministerien für Wirtschaft und Wissenschaft in einer gemeinsamen Mitteilung. Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) unterzeichneten das Abkommen mit 24 Partnern bei der Firma Trumpf in Ditzingen (Kreis Ludwigsburg) – der Maschinenbauer hat mit Nicola Leibinger-Kammüller eine Chefin.
Wie das Bündnis vorrechnete, wählen nur acht Prozent der weiblichen Lehrlinge einen Mint Ausbildungsberuf. Bei den Studentinnen sei es etwa jede Vierte (27 Prozent). In der Arbeitswelt schaue es aber schlecht aus: Nur vier Prozent aller weiblichen Angestellten in Baden-Württemberg seien in den Mint-Branchen tätig – das ist nur jede Fünfundzwanzigste. Das Bündnis will nun beispielsweise die Anzahl der Studentinnen in Mint-Fächern erhöhen oder sich dafür starkmachen, dass Karriere und Familie besser zu vereinbaren sind.
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StZ Wirtschaft Kompakt: Börse Stuttgart - Mehr Handelsvolumen
01.07.2011. Im Juni 2011 sind an der Börse Stuttgart mehr als 7,2Milliarden Euro umgesetzt worden. Feiertagsbedingt war der Handel im Juni etwas schwächer als in den ersten Monaten des Jahres, teilet das Unternehmen mit. Dennoch konnte die Börse im Vergleich zum Vorjahresmonat leichte Zuwächse verzeichnen. Im ersten Halbjahr 2011 lag der Umsatz bei mehr als 57 Milliarden Euro und damit 20 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2010.
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